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Kirchenchor St. Martinus bietet zwei Stunden lang Hits

Von: Laura Beemelmanns
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Der Kirchenchor St. Martinus g
Der Kirchenchor St. Martinus geht neue Wege und sorgt für ein volles Gotteshaus: Die 50 Sänger stimmten Unterhaltungsmusik von Udo Jürgens, Nino de Angelo oder den Höhnern an. Foto: Laura Beemelmanns

Baesweiler. Der Tag neigte sich dem Ende zu. Es wurde dunkel in Oidtweiler - und kalt zudem. Doch aus einer jeden Seitenstraße und Gehwegen aller Art strömten die Menschen auf die Kirche St. Martinus zu.

„Wir sind nur zu Gast auf Erden” lautete das Motto eines ganz besonderen Kirchenkonzertes, das so viele Menschen bewegte. Die rund 50 Sänger des Kirchenchors St. Martinus sangen für den guten Zweck und sorgten mitunter für ein volles Gotteshaus.

Kurzerhand wurden noch zusätzliche Stühle an die Ränder der Bänke gestellt, und immer noch mussten einige Besucher sowohl auf der Empore als auch in der Kirche stehen. Es war das größte Kompliment, das der Chor sich vorstellen konnte. Und schon stimmten sie an. Baesweiler Stimmen für Baesweiler Kinder - so hätte das Motto ebenfalls lauten können. Denn es war ein Konzert, in dessen Rahmen um Spenden gebeten wurde.

„Menschen helfen Menschen” ist die Hilfsaktion unserer Zeitung. Spendengelder, die für diesen Zweck zusammenkommen, gehen zu 100 Prozent an unverschuldet in Notlagen geratene Menschen - im Fall des Konzertes an Baesweiler Kinder, die eine finanzielle Unterstützung dringend gebrauchen können. Um so viele Menschen wie möglich an einem kalten Abend wie diesem in die Kirche zu locken, hatte sich der Chor etwas Neues einfallen lassen.

„Nur Gast auf dieser Welt”

„Wir sind mit diesem Konzert einen neuen Weg gegangen”, sagte Alfred Mandelartz, erster Vorsitzender. „Wir wählten Unterhaltungsmusik, die man so nicht unbedingt in einer Kirche erwartet.” Denn unter der Leitung von Helmut Esser probten sie ein dreiviertel Jahr lang Hits von Udo Jürgens, Nino de Angelo, den Höhnern und auch von Hanne Haller, die mit ihrer Komposition „Wir sind nur Gast auf dieser Welt” auch gleich das Motto lieferte. „Ich habe die Noten bekommen und wusste einfach, dass das unser Motto wird”, erklärte Chorleiter Helmut Esser.

In etwa zwei Stunden ließen der Chor und Jürgen Günter, der die Sänger musikalisch begleitete, ihre Stimmen durch die Kirche schallen. Dass der Klang in einem solchen Gebäude ein ganz besonderer ist, weiß man, dass es dank vieler kleiner Geschichten von Pfarrer Ferdi Bruckes und Soli von Matthias Harren sowie Josef Kurth zu etwas ganz Speziellem wurde, hatte auch der Chor so nicht erwartet. „Wir haben nicht mit so vielen Personen gerechnet”, sagt Mandelartz. Nicht einmal die Programmheftchen reichten für die Anzahl der Konzertbesucher. Doch das machte gar nichts. Die Besucher genossen die modernen Klänge in der St.-Martinus-Kirche und strömten genauso wie auf dem Hinweg gemeinschaftlich auch wieder nach Hause - mit dem einen oder anderen Ohrwurm.
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