Würselen - Kinderschutzbund: Steter Einsatz gegen „Erziehungsarmut“

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Kinderschutzbund: Steter Einsatz gegen „Erziehungsarmut“

Von: ehg
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Auch sie setzen sich ein: Stefan Mix, Angelika Moers (25 Jahre), Marlies Hornig, scheidender Vorsitzender Dr. Anton Gülpen, Hans-Josef Mertens und Jürgen Schulz-Wachler (neuer Vorsitzender).
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Der neue Vorstand (v.links nach rechts): Dr. Anette Honskampf, Sadettin Özdemir, Michael Albert, Anne Fink, Günter Dietrich, Susanne Mix, Marc-Oliver Stingelwagner, Jürgen-Schulz Wachler, Dr. Anton Gülpen. Es fehlt Georg Kamp. Foto: Kinderschutzbund

Würselen. „Es gibt viel Erfreuliches von unserer Arbeit zu berichten. Doch müssen wir auch einige Sorgen teilen“, bilanzierte der Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes Alsdorf, Herzogenrath, Würselen, Dr. Anton Gülpen, anlässlich der 34. Mitgliederversammlung.

Die Arbeit werde zunehmend durch eine schwierige Finanzentwicklung belastet, die sich besonders auf den Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe und die Hilfen zur Erziehung auswirke. Um diese Kernaufgaben des Kinderschutzes bewältigen zu können, brauche der Kinderschutzbund ein Team von qualifizierten und sorgfältig ausgewählten vorwiegend fest angestellten Sozialpädagogen und -pädagoginnen. „Diesen Service wollen wir den Familien und den Kommunen, die Sozialpädagogische Familienhilfen im Rahmen ihrer Aufgaben finanzieren, auch weiterhin zur Verfügung stellen. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Bewältigung der ‚Erziehungsarmut‘, die oft mit der finanziellen Armut einhergeht.“

Sorge um die nötigen Finanzen

Weil dem Kinderschutzbund die Arbeit auf diesem Felde sehr am Herzen liege, habe er die Fehlbeträge seit Jahren schon durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und zugewiesene Bußgelder ausgeglichen. Dr. Gülpen befürchtet, „dass wir uns angesichts knapper werdender Mittel zum Schutz unserer anderen Einrichtungen und Angebote aus dem Bereich der sozialpädagogischen Familienhilfe zurückziehen müssen“. Wie gegen gesteuert werden könne, darüber machte sich die Mitgliederversammlung erste Gedanken. Dem neu gewählten Vorstand bleibt es nun vorbehalten, diese ersten Ideen – so weit wie möglich – Realität werden zu lassen. Detailliert ging der scheidende Vorsitzende auf die Arbeit im vergangenen Jahr ein: Unter der erfolgreichen und langjährigen Leitung von Birgit Engels-Maassen mit ihren engagierten Mitarbeitern habe sich das Montessori-Kinderhaus als Familienzentrum einen festen Platz in Würselen erobert.

Diese Einrichtung ist voll ausgelastet. Als pädagogisch herausragend habe sich die Verbindung zum Stadtteilbüro bewährt. Hier leistet Ulrike Matuszak-Baier wertvolle Arbeit. Ein funkelndes Kleinod und ein wichtiges Markenzeichen in Würselen sei – so sagte Dr. Anton Gülpen – der Kleiderladen „Schatztruhe“. Fünf Frauen leisten ehrenamtlich unter der Leitung von Marlies Hornig „liebevolle und erfolgreiche Arbeit“. Der Erlös wird für die Betreuung von Kindern und Familien eingesetzt. An der Offenen Ganztagsschule Schulstraße werden 74 Kinder von sechs bis zehn Jahren in der „Regie“ von Nicole Szozynski von sechs Mitarbeitern und durch Studenten der Katholischen Hochschule für Sozialwesen betreut. Das gemeinsamen Buchprojekt mit dem Kindergarten konnte durch die großzügige Förderung von Jürgen Schulz-Wachter verwirklicht werden. In der verlässlichen Grundschule erfahren rund 40 Kinder durch Jürgen Emonts und sein Team über die Unterrichtszeit hinaus Betreuung. An der Grundschule Linden-Neusen hat der Kinderschutzbund am 1. August 2014 seine Arbeit aufgenommen. Mit Engagement, Erfahrung und großer Emotion leitet Gabi Dovern das Stadtteilbüro mit ambulanten Hilfen.

Zur Unterstützung der betreuten Familien und Kinder wurde im Herbst 2013 und Ende August 2014 eine Wochenendfahrt in die Eifel angeboten. Der Erfolg dieser Aktion war so großartig, das sie in den nächsten Jahren wiederholt werden soll. Sie wurde durch großzügige Spenden von „Menschen helfen Menschen“, Hilfsprojekt unserer Zeitung, gefördert. Herzlich bedankte sich Gülpen dafür bei Professor Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung, für die Vermittlung der finanziellen Mittel. „Wir sehen unsere Arbeit im Bereich der Hilfen zur Erziehung als Beitrag, die Probleme der Kinderarbeit zu mildern“, betonte der Vorsitzende. „Unsere Mühen wären nichts ohne unsere qualifizierten und engagierten Mitarbeiter“, sagte er allen Beteiligten ein herzliches Wort des Dankes. Den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand dankte er zum Abschied vom Amt für „freundschaftliche und harmonische Zusammenarbeit“. Lobende Worte fand er auch für die von Ulla Wessels geleitete Geschäftsstelle.

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