Nordkreis - Kinderschutzbund nimmt viele wichtige Aufgaben wahr

Kinderschutzbund nimmt viele wichtige Aufgaben wahr

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Ambulante Beratung: Geschäftsführerin Ulla Wessels (l.) und Gabi Dovern sind kompetente Ansprechpartnerinnen. Foto: ny

Nordkreis. Gemeinsam für die Zukunft aller Kinder: Dafür steht der Deutsche Kinderschutzbund ein. Mit ambulanten Hilfen, dem Kinderkleiderladen, dem Familienzentrum Montessori-Kinderhaus Klatschmohn, der verlässlich betreuten Grundschule und der Offenen Ganztagsschule ist der Kinderschutzbund sehr aktiv in Würselen.

Was machen die Mitarbeiter und was wünschen sie sich von der Bevölkerung? Darüber sprach Conny Stenzel-Zenner mit der Leiterin des Kinderschutzbundes, Ulla Wessels, die Diplom-Pädagogin, Systemische Familientherapeutin und Mediatorin ist, und mit Diplom Sozialpädagogin, Diplom-Pädagogin und der Systemischen Beraterin Gabi Dovern, für die ambulanten Hilfen zur Erziehung im Stadtteilbüro Morsbach zuständig.

Der Deutsche Kinderschutzbund Würselen-Alsdorf-Herzogenrath engagiert sich seit 32 Jahren für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und Familien vor Ort. Bei der ambulanten Hilfe zur Erziehung können sich Ratsuchende kostenlos und ohne bürokratischem Aufwand beraten lassen. Um welche Themen geht es dabei?

Gabi Dovern: Die am häufigsten angesprochenen Themen sind Fragen zur Erziehung und Entwicklung der Kinder sowie familiäre und Partnerschaftsprobleme, dicht gefolgt von finanziellen Schwierigkeiten. Die offene Beratung findet dienstags von 10 bis 12 Uhr statt sowie nach Terminabsprache. Weitere Angebote des Teams der ambulanten Hilfen sind Dienstleistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz: sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistand, Begleiteter Besuchskontakt und die Soziale Gruppenarbeit.

In Absprache mit dem Jugendamt Würselen konnte das Gruppenangebot des Kinderschutzbundes verbessert werden. Welche Kurse gibt es?

Ulla Wessels: Es gibt die Kindergruppe, für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren, die montags von 16 bis 18 Uhr im Stadtteilbüro von zwei Pädagoginnen geleitet wird. Dabei werden die Kinder in ihren Sozialkompetenzen gefördert und ihre Gruppenfähigkeit wird unterstützt. Deshalb werden Gesprächsrunden zur gemeinsamen Regelerstellung und Konfliktlösung abgehalten, Bewegungsspiele und kreativ gestaltete Aktivitäten werden angeboten, aber auch Erlebnisse in der Natur ermöglicht, gemeinsame Koch- und Bastelaktionen erlebt und Ausflüge in der Umgebung realisiert.

Weitere Gruppen sind die Eltern-Kind-Gruppe, die Gruppe „Kosmos“ für Kinder psychisch kranker Eltern und die Jugendgruppe, bei der für 11- bis 14-Jährige die Vermittlung und Vertiefung sozialer Kompetenzen im Mittelpunkt steht.

Was zeichnet Ihre Arbeit aus?

Ulla Wessels: Es ist vor allem die positive Grundeinstellung zu unserer Klientel, die wir wichtig finden. Wir wertschätzen die Menschen, die sich an uns wenden. Immer glauben wir, dass jeder Mensch seine Schwierigkeiten überwinden kann. So freuen wir uns besonders, wenn wir um Hilfe bei familiären Schwierigkeiten gebeten werden. Denn dann können wir hinschauen, können ermutigen, Strategien erarbeiten, können Familien auf ihre Stärke und ihre Ressourcen besinnen. Es ist eine gute Arbeitsgrundlage, wenn die Familien selbst Problemeinsichten haben, denn dann können wir gemeinsam gut Auswege erarbeiten.

In der Schatztruhe, dem Second-Hand-Kinderkleiderladen an der Lindenstraße 10, gibt es preiswerte und gut erhaltene Kinderbekleidung. Was noch?

Gabi Dovern: Montags und donnerstags können von 10 bis 12 Uhr, und mittwochs von 10 und 12 Uhr sowie 16 bis 18 Uhr Kinderwagen, Wippen, Autositze und Spielzeug gekauft werden. Dazu nehmen wir Sachspenden jederzeit gerne an. Der Erlös des Kinderkleiderladens kommt den satzungsgemäßen Zielen des Kinderschutzbundes zu Gute. So unterstützt jeder mit dem Kauf aber auch mit den Sachspenden die vielseitige Arbeit des Kinderschutzbundes.

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