Kinder von Puquio sagen Danke

Von: fs
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Dr. Gaby Gielen (2.v.r.) hat mit ihrem Vorstandsteam eine tolle Ausstellung organisiert: Auf unserem Foto präsentiert sie ein Original-Bekleidungsstück aus den Anden - einen Manta, „Kinderwagen der Anden”. Der stellvertretende Geschäftsstellenleiter Anton Schulte (l.) hieß die Gäste herzlich willkommen. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Wawawasi, das ist Quechua, die alte Inkasprache und heißt soviel wie „Haus der Kinder”. Vor zehn Jahren wurde in Merkstein der Verein „Wawawasi - Ein Haus für Kinder” gegründet, der es sich zum Ziel gesetzt hat, ein Kinderheim in Peru zu unterstützen.

Aus Anlass des Jubiläums präsentiert der Verein bis zum 11. April in den Räumen der Geschäftsstelle in Kohlscheid eine sehenswerte Ausstellung mit Dokumenten und zahlreichen Fotos. Ein Geburtstag ist dann immer eine gute Gelegenheit, sich der Vergangenheit zu erinnern.

Der stellvertretende Geschäftsstellenleiter Anton Schulte hieß dann auch zahlreiche Gäste willkommen, unter ihnen Vize-Bürgermeisterin Marie-Theres Sobczyk. Die Gründerin und Vorsitzende Dr. Gaby Gielen stellte die Grundzüge des Vereins vor.

In Puquio, einer Kleinstadt in den Anden Perus, entstand im Jahr 1982 eine Sonderschule für geistig und körperlich behinderte Kinder. In Anlehnung an die Schule wurde 1992 ein Kinderheim gegründet. Die Einrichtung stand bis 2006 unter der Schirmherrschaft der Hiltruper Missionare.

Diese Einrichtung ist die einzige dieser Art in Peru, sagt Dr. Gaby Gielen: „Ich arbeitete 2001 dort ein Jahr lang in ehrenamtlicher Tätigkeit.” Die Schule besuchen zurzeit 46 in- und externe Schülerinnen im Alter von 3 bis 33 Jahren.

Im Kinderheim werden 22 Kinder von 0 bis 12 Jahren betreut. Die Schule ist mittlerweile staatlich anerkannt, das heißt die acht Lehrerinnen und Lehrer beziehen ein Gehalt.

„Als ich 2002 nach einem Jahr in Peru nach Hause kam, dachte ich bei mir, das kann es doch nicht gewesen sein, da muss man doch weiter helfen. Familie und Freunde waren, nachdem ich die Verhältnisse im Kinderheim geschildert hatte, der gleichen Meinung und so gründeten wir den Verein ,Wawawasi”.

2006 wurde ein Patronat gebildet, bestehend aus Mitgliedern der Schulbehörde, der Stadtverwaltung, dem Lehrerkollegium und einigen engagierten Bürgern Puquios. Dieses Patronat kümmert sich um die Grundversorgung der Kinder mit Lebensmitteln und Kleidung und verwaltet die Spendengelder des Vereins aus Merkstein.

Nachdem in einem ersten Schritt aus deutschen Spendengeldern eine Krankenschwester als Nachtwache und eine Köchin eingestellt werden konnten, wurde in der Küche zunächst der Holzofen durch eine Gasanlage ersetzt.

Es konnte ein Gemüsegarten angelegt werden und eine Werkstatt wurde eingerichtet. In dieser werden jetzt ältere behinderte Jugendliche auf Arbeitsprozesse vorbereitet. Das erste größere Projekt war der Bau von zehn neuen Betten und Regalen für das Kinderheim Das Geld für diese Materialien stammte ebenfalls aus den Spenden des Vereins.

Weiter finanziert der Verein eine Tagesmutter, eine Krankenschwester für die Nacht und eine Physiotherapeutin, Logopädin und Psychologin, je nachdem welche Fachkraft sich für ein Jahr in die kleine Stadt verpflichten lässt.

Darüber hinaus sorgt der Verein dafür, dass die Kinder jedes Jahr zu Weihnachten ein schönes Fest mit Geschenken und Festessen feiern können. Vorsitzende Dr. Gaby Gielen dankte allen für die Hilfsbereitschaft im Namen der Kinder von Puquio.

Der Verein Wawawasi hat ein Spendenkonto eingerichtet: Sparkasse Aachen, Konto 107 1948218, BLZ 390 500 00.
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