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Kinder müssen in ihren Gruppen enger zusammenrücken

Von: -ks-
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Würselen. Im aktuellen Kindergartenjahr werden in Würselen 223 Betreuungsplätze mehr benötigt, als noch Anfang 2014 prognostiziert waren. Das heißt: 17 Prozent mehr Plätze müssten zur Verfügung stehen. In Absprache mit den Trägern der Kitas in Würselen kann nach eigenem Bekunden die Stadt dies durch Aufnahme von mehr Kindern je Betreuungsgruppe teilweise kompensieren. Aber wie kam es zu dieser Lücke?

Vier Faktoren werden genannt: vermehrter Zuzug von Familien, Zuwanderung von Flüchtlingsfamilien, die erhöhte Geburtenrate und die hohe Inanspruchnahme bei U3-Kindern, besonders in den vergangenen drei Jahren. Die Landesprognose und der prognostizierte demografische Wandel hätten geringere Zahlen erwarten lassen. Auch die Zahl der zugewanderten Flüchtlingsfamilien sei nicht vorhersehbar gewesen.

Erschwerend kommt hinzu: Der AWO-Kindergarten wurde nicht wie erwartet zum Kindergartenjahr 2016/17 fertiggestellt. Die AWO musste als Übergangslösung mit ihren zwei Gruppen in den ehemaligen Kindergarten St. Balbina ausweichen. Unterm Strich fehlten so vier Gruppen. Zudem wurde die Erweiterung des Montessori-Kindergarten in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule bislang nicht realisiert, weil die Räume als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden.

Die Stadt informierte jetzt den Jugendhilfeausschuss, was sie in den nächsten Jahren zu tun gedenkt. So werden im laufenden Kindergartenjahr die 160 Betreuungsplätze der Tagespflege für die unter Dreijährigen „bis zur Auslastungsgrenze ausgeschöpft“. Die provisorische zweigruppige Einrichtung der AWO im Jugendheim St. Balbina wird weiter vorgehalten. „Die Bereitschaft der Träger zu weiterreichenden Überbelegungen werden gezielt abgefragt“ und für einen „Übergangszeitraum“ die Überbelegungskapazitäten vollständig ausgenutzt. Die Differenz beträgt laut Verwaltung trotz Überbelegung immer noch 95.

Da sieht die Prognose für das Kindergartenjahr 2017/18 besser aus, in dem mit einem Bedarf von 1509 Plätzen gerechnet wird. Der Neubau der AWO soll endlich mit vier Gruppen zur Verfügung stehen. Die Stadt hofft, dass auch das Jugendheim St. Balbina weiter genutzt werden kann. Eine Betriebserlaubnis habe der Landschaftsverband Rheinland bereits in Aussicht gestellt. Die Pfarre habe noch keine endgültige Antwort gegeben.

Zudem erfolgt der Ausbau des Montessori-Familienzentrums um zwei Gruppen, so die Stadt. Sollten die Träger weiterhin zur Überbelegung bereit sein, könnte „eine Bedarfsdeckung nahezu erreicht werden“.

Und was ist 2018/19, wenn 1534 Plätze benötigt werden, so die Berechnungen? Da wird ein fünf Gruppen umfassender Neubau in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Würselen-Mitte geplant. Bei Inbetriebnahme würde die Kita Mauerfeldchen des DRK um zwei Gruppen reduziert. Quintessenz laut Stadt: „Die vollständige Bedarfsdeckung könnte durch eine leichte Überbelegung erreicht werden.“

Um sich möglichst nicht erneut von der Entwicklung überraschen zu lassen, sollen vor der nächsten Konferenz mit den Kita-Trägern erneut Daten ermittelt und eine Prognose erstellt werden. Zudem soll ein Online-Anmeldeverfahren für die Kindertagesbetreuung eingeführt werden, um unter anderem Mehrfachanmeldungen zu erkennen, wie es schon zuvor geheißen hatte.

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