KG Narrenzunft Kohlscheid: „Kohlegids“ als Freispruch und Auszeichnung

Von: fs
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Große Leistungen für das Brauchtum gezeigt: Der neue Träger des „Kohlegids“ ist Franz-Josef Jünger (Mitte). Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Seit 78 Jahren lenken die Narrenzunftler in Kohlscheid die karnevalistischen Geschicke und sind ganz vorne dabei, wenn es um den närrischen Frohsinn zwischen Kohlscheid und Herzogenrath geht. Höhepunkt eines jeden Jahres ist die Sitzung des Narrengerichts – mit anschließender Überreichung des „Kohlegids“, eine der höchsten Auszeichnungen im Kohlscheider Karneval.

Vorsitzender Bernd Simons hieß auf dem Ordensfest im „Haus Bindels“ zahlreiche Gäste, unter ihnen Bürgermeister Christoph von den Driesch, willkommen. Durch das Programm führte souverän Präsident Björn Simons.

Los ging es zunächst einmal mit der Erweckung des „Till“ der KG Narrenzunft. „Till“ Josef Kugler, 2. Vorsitzender der KG Narrengilde, stimmte die Gäste mit einigen flotten Versen und einem karnevalistischen Tanz ein. Zur weiteren Unterhaltung der begeisterten Gäste trugen die Garde der KG Narrenzunft, Tanzmarie Jana Timmers und die Showtanzgruppe „Blue Magic“ bei. Das Kohlscheider Dreigestirn mit Prinz Dieter III (Arnold), Bauer Rolf (Völl) und Jungfrau Wilhelmina (Wilhelm Vanwersch) mit Crew und die „Nirmer Narrenzunft“ machten den Reigen komplett.

Dann begann die hochoffizielle Gerichtsverhandlung. Mit „Richter“ Reimund Billmann an der Spitze hatten die hohen Herrschaften über den „Angeklagten“ Franz-Josef Jünger zu befinden. Hatte er seine Mitmenschen argwöhnisch getäuscht und hintergangen?

Orden, Urkunde, Fahrstock

Gleich mehrfach habe der „Angeklagte“ in den letzten Jahren von sich behauptet, der „König von Berensberg-Rumpen“ zu sein. Nachdem die Verteidigung mit Helmut Leufen die Vorwürfe des „Staatsanwalts“ Bernd Simons leicht aus der Welt geschafft hatte und sogar das Gegenteil beweisen konnte, stand für den obersten Richter schnell fest: Franz-Josef Jünger hat sich um das Brauchtum und die Allgemeinheit so verdient gemacht, dass ihm als Anerkennung der „Kohlegids“ gebührt.

Unter dem Beifall der Anwesenden wurden Orden, Urkunde und Fahrstock überreicht. Für die Ehefrau des Geehrten gab es von Bernd Simons einen Blumenstrauß. Bürgermeister Christoph von den Driesch gratulierte für Rat und Verwaltung dem neuen Ordensträger, denn Franz-Josef Jünger ist seit seinem elften Lebensjahr Mitglied und seit 25 Jahren Vorsitzender der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Berensberg-Rumpen. Er wurde dreimal als Schützenkönig und dreimal als Ehrenkönig der Gesellschaft geehrt.

Für seine Verdienste um das Vereinsleben erhielt Jünger 2002 von der Stadt Herzogenrath die Ehrenurkunde für verdiente Bürgerinnen und Bürger.

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