Alsdorf - Kathrin Koppe: „Alle haben Lust auf diese Aufgabe“

Kathrin Koppe: „Alle haben Lust auf diese Aufgabe“

Von: Holger Bubel
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Will den Baufirmen und dem beauftragten Architekturbüro bei der Errichtung des Kubiz ganz genau auf die Finger schauen: Technische Geschäftsführerin der GSG GS, Diplom-Ingenieurin Kathrin Koppe. Foto: Holger Bubel

Alsdorf. Wenn es nach ihr geht, ist sie angekommen auf ihrer langen beruflichen Reise. Das hübsche aber (noch) etwas karge Arbeitszimmer im Turm der Alsdorfer Burg möchte sie als Technische Geschäftsführerin der Grund- und Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH (GSG GS) jedenfalls so schnell nicht mehr verlassen.

Seit dem 1. Oktober hat Kathrin Koppe diese Aufgabe übernommen. Die bedeutsamste Herausforderungen in ihrer bisherigen Berufslaufbahn soll die technische Begleitung des „größten jemals in Alsdorf umgesetzten Bauprojekts“ (Koppe), das Kultur- und Bildungszentrum (Kubiz) im Annapark, sein.

„Auf diese Aufgabe freue ich mich riesig. Und auch mein Team ist sehr begeistert und stolz auf das, was in den nächsten Jahre noch kommt.“

Die Entwicklung in Alsdorf, besonders die städtebauliche, und ganz besonders die Umsetzung und Errichtung der Kubiz-Planung, hat die 45-Jährige stets wachen Auges verfolgt. Knapp drei Jahre lang war sie selbst als Leiterin des Fachgebiets Hochbau in der Entwicklung Alsdorfs involviert, bis sie 2009 in die Verwaltung der heutigen Städteregion wechselte. Dort war sie als Arbeitsgruppenleiterin „Hochbau und Instandhaltung“ für die Bewirtschaftung von 160 Bestandsgebäuden zuständig, zudem war sie stellvertretende Amtsleiterin.

„Als Anfang des Jahres diese Stelle ausgeschrieben wurde, war mein Ehrgeiz geweckt. Ich finde das spannend, was hier in Alsdorf geschieht“, sagt die gebürtige Stendalerin (Sachsen-Anhalt), die längst in der hiesigen Region angekommen ist und sich in ihrem Zuhause im Alsdorfer Stadtteil Busch sehr wohl fühlt. Und mit Spannend meint sie nicht nur den Kubiz-Bau: „Wir wollen als GSG GS beste Voraussetzungen für die Kinder, Familien und Bürger in Alsdorf ganz im Sinne der Stadt als Eigentümer schaffen und bewahren“, betont sie.

Dazu gehört für die Diplom-Ingenieurin, die ihre Karriere als Maurerin – in diesem Beruf hat sie den Gesellenbrief, studiert hat sie in Magdeburg Hochbau und Architektur – in Stendal gestartet hatte besonders auch der Erhalt und die Steigerung städtischer Werte. Verantwortlich zeichnet Kathrin Koppe nämlich nicht nur für die technische Umsetzung des Kubiz, sondern „ganz nebenbei“ auch für die 57 städtischen Gebäude auf 30 Liegenschaften der Stadt Alsdorf. „Diese Aufgabe nehme ich zumindest genauso ernst wie das Kubiz-Projekt. Und „ihre Leute“ – ihr Team schließt sie bei jeder Erklärung mit ein – spielen dabei eine gewichtige Rolle.

Eine ihrer ersten Maßnahmen war daher die Neustrukturierung des technischen Mitarbeiterstabes: eine regional ausgerichtete trat an die Stelle einer vornehmlich objektbezogenen Aufgabenzuweisung. „Ich hatte den Eindruck, dass die Kollegen froh waren, dass der technische Bereich mit mir auch um einen technischen Geschäftsführer erweitert, einer Art ‚Leithammel‘, begleitet wird.“ Das Kaufmännische hingegen liegt in den Händen des bis Oktober alleinigen Geschäftsführers Günter Jansen.

Die Stimmung ist also gut im Architekten- und Ingenieurteam, „alle freuen sich auf das, was nun kommt“. Das sollte auch so bleiben, denn die Arbeit wird für das Team um Kathrin Koppe noch anspruchsvoll genug, wie sie betont: „Bis hierhin war es ein sehr intensiver Planungsprozess. In der Entwurfsphase waren bereits viele Ansätze der Ausführungsplanung enthalten, so dass es jetzt zügig vorangehen kann mit dem Kubiz.“

Mit optimismus am Werk

Anfang des Jahres wird mit der Baugenehmigung durch das Bauordnungsamt der Stadt Alsdorf gerechnet. Die Ausschreibungsverfahren werden zeitnah folgen, so dass der offizielle Spatenstich dann wie gewünscht im Mai vollzogen würde. Nach derzeitigem Stand könnten dann nach den Sommerferien 2016 die ersten Fünfklässler in Realschule und Gymnasium zum Unterricht antreten, zeichnet Koppe ein optimistisches und nicht utopisches Bild.

Damit das tatsächlich möglich wird und der avisierte Kostenrahmen eingehalten wird, darauf wollen beide Geschäftsführer und das Architektenteam ein äußerst waches Auge werfen. „Wie man ausführenden Firmen auf die Finger schauen muss, gilt das auch für das Architekten-Büro“, schickt sie einen heimlichen Gruß in Richtung des beauftragten Architektenbüros Gerkan, Marg und Partner (gmp) nach Hamburg. „Wir werden während des gesamten Projekts die Einhaltung des Leistungsverzeichnisses und Umsetzung der Baumaßnahme genau prüfen.“ Mit so viel Lust auf diese Aufgabe, sollte das gelingen.

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