Karneval: Robert Kuhlen tanzt mit 16 jungen Frauen

Von: Sigi Malinowski
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Der Teamgeist bei den „Young Spirits“ stimmt: Robert Kuhlen hat sich in die Gruppe integriert. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Es gab Zeiten, da hat er auch mal so gedacht. „Karnevalstanz ist was für Bekloppte“, hatte Robert Kuhlen mal ein Vorurteil. Aber diese Eindrücke sind völlig weggewischt. Ein Haufen junger Frauen hat ihn geläutert. Allen voran Julia Kummer und Christina Theil.

Die beiden Tänzerinnen der Showformation „Young Spirits“ aus Setterich brachten ihren Kumpel irgendwann mal zum Training mit. Einfach so, mal zum Reinschnuppern. Das ist etwa ein Jahr her. In dieser Zeit ist eine Verbindung gewachsen, die – so sieht es derzeit aus – eine dauernde werden könnte. Denn „Rob“ hat Spaß bekommen.

Weil ihn die Mädels und Trainer Erich Theil mitgerissen haben. Und diese gemeinsame Begeisterung tragen die „YS“ von einem Erfolg zum anderen. In dieser Session haben sie eine quirlig-erfrischende Tanzshow zum Thema „Aladin“ für sich erarbeitet. Überall wo sie hinkommen, entfacht die Tanzgruppe des KAS Setterich stürmische Begeisterung. Immer mehr Titel reihen sich für die jungen Himmelsstürmer auf. Das liegt natürlich nicht allein an dem 22-jährigen athletischen und groß gewachsenen Typen.

Robert Kuhlen hat in dem Kurzmusical, das die „Spirits“ aufführen, die Rolle der „Jeannie“ übernommen. Er musste sich in ein bestehendes, funktionierendes und sehr harmonisches Team herein arbeiten. „Unsere Spirits gibt es schon seit etwa 15 Jahren. Die haben doch teilweise als Bambini angefangen“, erinnert sich KAS-Präsident Peter Jansen. Er weiß genauso wie Trainer Erich Theil, dass diese Formation „ein Aushängeschild des Settericher Karnevals ist“. Mittlerweile hat man mit Pia Jansen und Esma Bellmann auch zwei Marktprinzessinnen mit ihm Team.

16 junge Frauen und Rob Kuhlen als Tänzer haben die Spirits in ihrem Aufgebot. Die Idee zu dieser Tanzformation hatte C-Lizenz-Trainer Erich Teil zusammen mit Andrea Liebert und Martina Jansen. Mindestens einmal die Woche wird übers Jahr trainiert, in der „heißen Phase“ zieht der Coach die Übungseinheiten an. Dass das, nebst Requisiten und Kostümen, nicht ganz umsonst zu haben ist, versteht sich aber auch. „2000 Euro gehen pro Session schon drauf“, hat Erich Theil errechnet.

Er ist dem KAS dankbar, „der viel dabei tut“. Und wie sieht er die Position des „Neuen“, des Hahns im Korb? „Robert ist in Ordnung, er muss sicherlich hier und da noch an der Athletik arbeiten, aber das wird er hinkriegen“. Kuhlen, der eine Lehre zum Anlagenmechaniker absolviert, bestätigt die Einschätzung seines Trainers. „Die Hebefiguren selbst sind nicht so schwer, aber die Arme zu strecken und die Haltung zu wahren oder ständig die Drehübungen sauber auszuführen, geht schon auf die Kondition“, gibt er frank und frei zu. Einen Sonderstatus genießt „Jeannie“ im Team nicht, und den braucht er auch nicht.

Pia Jansen, selbst Trainerin und tragende Tänzerin der „Spirits“, bemerkt: „Er hat sich von vornherein integriert und tritt hier nicht als Checker auf.“ Außerdem lieben die Kolleginnen, dass „Robert immer gute Laune hat und diese sofort auf uns überspringt“. Christina Dargel (16) schätzt die soziale Kompetenz des coolen Kuhlens: „Er tanzt nicht nur gut, er setzt sich auch für die ganze Gruppe ein“.

Karnevalsdienstag wird Robert Kuhlen die blaue Schminke ablegen, sein Kostüm zum letzten Mal in dieser Session ausziehen. Dennoch wird, so lässt sich erkennen, die Leidenschaft fürs neue Hobby bleiben. So dürften sich KAS-Präsident Peter Jansen und Trainer Erich Theil nicht wundern, wenn’s am Aschermittwoch nachmittags bei ihnen an der Tür klingelt und „Rob“ vor der Tür steht. Mit der Frage: „Wie lautet das Motto für die nächste Session? Denn ich bin dabei . . .!“

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