Alsdorf - Karibisches Flair mit Schlagersänger Nic

Karibisches Flair mit Schlagersänger Nic

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
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Im Zeichen der Freundschaft: Natürlich wurden vor dem Spiel Wimpel getauscht. Foto: Nina Krüsmann

Alsdorf. Karibischer Besuch und ein Schlagersänger als Fußballstar: Illustrer hätte der Freitagabend in Mariadorf nicht sein können: Niemand geringeres als die kubanische Fußballnationalmannschaft hatte sich zu einem Spiel gegen die Alt-Profis von Hertha Mariadorf angesagt.

Schon seit Tagen war der Besuch von der Karibikinsel mit Spannung erwartet worden. Bei lauem Sommerwetter fanden mehr als 650 begeisterte Anhänger den Weg auf den Sportplatz von SV Hertha Mariadorf.

„Das ist für unsere Region eine einmalige Angelegenheit. Noch nie hat hier eine Kreisliga-B-Mannschaft gegen eine Nationalmannschaft gespielt”, erklärte Vorsitzender Josef Jansen. Vor drei Wochen hatte Jansen die Karibikkicker zum Abendessen in sein Restaurant in Mariadorf eingeladen.

„Wir haben uns köstlich amüsiert. Da entstand die Idee, dass die Jungs bei einem Freundschaftsspiel gegen die Hertha antreten könnten.” Gesagt, getan: Trotz engem Terminkalender sagten die Kubaner spontan zu, im Rahmen ihrer Europatour nach Mariadorf zu kommen.

Um die Stimmung anzuheizen, hatte Jansen einige befreundete Musikvereine engagiert. Bereits vorm Spiel hatte das Trompetencorps Boischer Artillerie Mariadorf seinen Auftritt. Den Anstoß übernahm stellvertretender Bürgermeister Heinrich Plum.

Autogramme heiß begehrt

Es herrschte Volksfeststimmung. Vor allem weibliche Fans interesierten sich für Autogramme von Schlagersänger Nic. Als echter Mariadorfer Junge verstärkte er die Hertha, ein zusätzliches Sahnehäubchen. Trotz gerade überstandenem Bänderriss hielt Nic volle 20 Minuten durch. „Es ist mir natürlich eine Ehre, den Verein im Sturm zu unterstützen”, sagte Nic, der eigens aus Mallorca eingeflogen war.

Durch seine guten Kontakte zur Alemannia hatte er noch zwei weitere Ehrengäste mitgebracht. Stadionsprecher Robert Pelzer begrüßte die Alemannia-Kicker Thomas Stehle und Thorsten Burkhardt. Als Autogrammgeber standen auch sie hoch im Kurs.

Währenddessen fachsimpelte der männliche Teil des Publikums begeistert: „Die können zaubern, die Kubaner.” Dass die Gäste hervorragendes Ballgefühl besitzen, zeigte sich in der 27. Minute. Nach dem 1:0 folgte Tor auf Tor. Obwohl die Hertha bis zuletzt spielerisch gut mitgehalten hat, stand es am Ende 6:0 für Kuba.

„Mit diesem Spiel wollen wir unsere Mannschaft für den Aufstieg in der kommenden Saison motivieren und die Gemeinschaft im Fußball fördern”, betonte Jansen. Einziger Wermutstropfen: Auf den Hit „Ein Stern, der Deinen Namen trägt”, mussten die Mariadorfer leider verzichten. Technische Probleme hinderten Nic daran, einige Lieder zu schmettern.

Stattdessen wurde zur Partymusik der „Two Harmonies” bis in den späten Abend gefeiert.
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