Kampf ums Halbfinale: Akrobatische und kreative Auftritte

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Auch die Tanzsportgemeinschaft Lövenich-Baal wusste mit ihrem Gardetanz beim Turnier vom Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise in der Erkelenzer Erka-Sporthalle zu gefallen. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg/Alsdorf. In der gut besuchten Erka-Sporthalle kämpften wieder einmal mehr als 600 Tänzerinnen und Tänzer aller Altersklassen aus dem gesamten Bundesgebiet um die begehrten Startplätze für das Halbfinale der Deutschen Meisterschaft.

Der Verband der Karnevalsvereine Aachener Grenzlandkreise (VKAG) hatte in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Karnevalsgesellschaften der Erkelenzer Lande (VKEL) sowie der KG Lövenicher Hoppesäck und der TSG Lövenich-Baal die elfte Auflage seines traditionellen BDK-Qualifikationsturniers in Erkelenz. Landrat Stephan Pusch, Schirmherr der Veranstaltung, begrüßte die Gäste im Kreis Heinsberg.

Die Tänzer und Tänzerinnen, die in den Altersklassen I (Jahrgang 2004-2009), II (Jahrgang 2000-2003) und III (über 15 Jahre) antraten, stellten sich einer qualifizierten Jury vom Bund Deutscher Karneval (BDK), die von Petra Köhler aus Oberhausen angeführt wurde.

In der Altersklasse I (Jugend) erreichte die Garde der KG Lövenicher Hoppesäck den dritten Platz hinter den Garden aus Bocholt und Alsdorf. Dagegen blieb der Sieg beim Schautanz in dieser Altersklasse im Kreis Heinsberg, denn da war der Schautanz von den Lövenicher Hoppesäck erfolgreich. Bei den Tanzpaaren sicherten sich die amtierenden Deutschen Meister, Sonia Koscelny und Timo Rentrop vom KTC Alsdorfer Tänzer, den ersten Rang. Bei den Mariechen gewann Sonia Koszelny aus Alsdorf vor Estella Wisniewski aus Rülzheim und Elaine Prison aus Trier.

In der Altersklasse II (Junioren) kam es bei den Tanzmariechen zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Mädchen vom KTC Alsdorfer Tänzer. Wegen Punktgleichheit war ein Stechen erforderlich geworden. Gina Dobbrunz verzichtete aber auf das Stechen, sodass Denise Kudla den ersten Platz und damit die Qualifikation zum BDK-Halbfinale errang. Dritte wurde Gina Hartmann aus Mannheim.

Beim Schautanz in der gleichen Altersklasse wurde der Schautanz der KG De Japstöck Kückhoven mit dem ersten Rang vor den Horbacher Freunden aus Aachen und vor dem Team der TSG Lövenich-Baal. Die Freude bei den Mädchen aus Kückhoven war natürlich riesengroß, denn mit diesem Ergebnis hatten sie nicht gerechnet – nun aber dürfen sie die Reise zum Habfinale in Suhl buchen. Das Klassement der Junioren-Garden: 1. Feuerio Große Carnevalsgesellschaft Mannheim, 2. Steigergarde der KTC Alsorfer Tänzer, 3. TSV Bocholt.

Sehr hohes Niveau festgestellt

In der Altersklasse III (Ü15 / Aktive) sicherte sich Melina Scheidhauer von den Fidelen Sandhasen Oberlar den Sieg bei den Mariechen. Der zweite und dritte Platz gingen an Alisha Mandiraci und Samira Hermanns vom KTC Alsdorfer Tänzer. Carina Korsten von den Katzeköpp aus Katzem belegte, bedingt durch einen Sturz, nur Rang 26 im hochkarätigen Starterfeld.

Die Platzierungen bei den Garden: weibliche Garden: 1. Glück-Auf-Garde der KTC Alsdorfer Tänzer, 2. Grün-Weiße Funken der KG Humor Merzig, 3. KG Schwerfe bliev Schwerfe Zülpich; gemischte Garden: 1. KG Schwerfe bliev Schwerfe Zülpich, 2. Erftlandtanzcorps Kerpen-Manheim, 3. Rittergarde von TSC Gold ­Aachen 2007.

In den Showtänzen der Ü15 belegte die TSG Lövenich-Baal den dritten Platz. Siegreich war da TSC Bad Aachen – gleichbedeutend mit der Qualifikation zum BDK-Halbfinale. Zweiter wurde die KG Blau-Weiß Steinbach. Bei den Tanzpaaren landeten vorne: 1. Vivian Buckesfeld und Stefan Trauer aus Zülpich, 2. Kassandra und Timo Volkmann aus Mannheim, 3. Kyana und Julien Karl aus Alsdorf.

Insgesamt stellten die Experten fest, dass die gezeigten Darbietungen im Bezug auf Akrobatik und Kreativität ein sehr hohes Niveau hatten. Dies galt insbesondere für die Schautänze, denn da wurden, neben der Tanzausführung, auch der thematische Zusammenhang von Musik und Kostüm bewertet.

Bernd Heiss, Vizepräsident vom VKAG und zugleich Turniersprecher, bedankte sich bei allen Besuchern in der Erka-Sporthalle für das überaus faire Verhalten und lud alle ein, im kommenden Jahr wieder das traditionelle Turnier zu besuchen. Zugleich bedankte er sich bei den Sponsoren – NEW / West und Kreissparkasse Heinsberg – für die Unterstützung. Ein weiterer Dank ging an die Jury, die an den beiden Wettkampf­tagen die Leistungen bewertete.

„Hingucker“ bei der Siegerehrung war Wolfgang Bieser. Als waschechter Schwabe hatte er den Smoking ausgezogen und erschien bei der Siegerehrung in original schwäbischer Tracht mit Hirschleder-Kniebundhose und Trachtenhemd, was ihm einen besonderen Applaus einbrachte.

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