Würselen - Kammermusik und Kunst erfreuen das Publikum von „Pius am Mittwoch”

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Kammermusik und Kunst erfreuen das Publikum von „Pius am Mittwoch”

Von: ehg
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„Ein Fest für Robert”: Bei „Pius am Mittwoch” bedankten sich das Ensemble Pius 10, Hans-Günter Leuchter (2.v.l.) und Künstlerin Marianne Matz bedankten sich beim Publikum. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Zu einem „Fest für Robert” gestaltete sich der 64. „Pius am Mittwoch” im Pfarrheim an der Ahornstraße. Er war eine wunderschöne Hommage an den Komponisten der Romantik Robert Schumann, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird.

Es wurde aber nicht nur erlesene Kammermusik des Geburtstagskindes geboten. Vielmehr stand auch ein Werk des nur unwesentlich älteren Zeitgenossen Franz Schubert auf dem Programm. „Macher” Hans-Günter Leuchter skizzierte in groben Zügen das Lebenswerk des Jubilars.

Erstmaliger Auftritt

Zunächst intonierten Friederike Franzen (Violine), Klaus M. Schmidt (Violoncello) und Hans-Günter Leuchter (Klavier) die vier Fantasiestücke op. 88 für Klaviertrio von Robert Schumann. Durch subtiles Spiel der vier Sätze Romanze, Humoreske, Duett und Finale hinterließen sie beim Publikum einen nachhaltigen Eindruck. Danach erweiterte sich das Trio zum Quintett, das an diesem Abend erstmalig als „Ensemble Pius 10” so in Erscheinung trat. Zu den beiden Streichern gesellten sich Helmut Mingers (Violine) und Gabriele Mingers (Viola). Gemeinsam musizierten sie den Quartettsatz c-moll D 903 des „Geburtstagsgastes” Franz Schubert. Die vier Streicher spielten das einsätzige Werk tonschön, wirkten intonationssicher und entwickelten bei aller musikalischen Ernsthaftigkeit große Freunde am gemeinsamen Spiel.

Nach der Pause dann der Höhepunkt des Geburtstagsfestes für Robert Schumann. Den Besuchern geboten wurde das Klavierquintett op. 44 Es-Dur. Die zu seinen schönsten Kammermusikwerken zählende Komposition hatte Schumann seiner Frau Clara gewidmet. Das Werk ist gespickt mit unzähligen abwechslungsreichen Einfällen und stellt höchste technische Anforderungen an die Interpreten. Das begeisterte Publikum sparte nicht mit Beifall und forderte ob der gelungenen Darbietung eine Zugabe.

Es war aber nicht nur ein Abend für die Ohren. Bildete doch die Bildersammlung „Querschnitt” der Kohlscheider Malerin Marianne Matz den äußeren, bezaubernden Rahmen. Nach 34 Jahren im Schuldienst hatte die fünffache Mutter erst im fortgeschritteneren Alter zu der Ausdruckssprache gefunden, die ihr „Lebenselexier” ist, die Kunst.

Von der Farbe zur Form

„Querschnitt” gewährt nur einen kleinen Einblick in die Schaffensfreude, die die freischaffende Künstlerin in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Sie probierte sich, wie die Ausstellung belegt, an den unterschiedlichsten Techniken aus.

Von der Farbe zur Form entwickeln sich die Bilder von Marianne Matz. Mit Pinseln, Fingern und Spachtel arbeitet sie, wobei interessante farbige Strukturen entstehen. Sie wirft einen - auch provozierenden - Blick hinter die Dinge. Und eröffnet damit dem Betrachter einen neuen Blick für dessen Sichtweise.
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