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Kalkhalde: Kranke Fische werden nun im Teich behandelt

Von: ehg
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Belüftungspumpe geliehen: Die
Belüftungspumpe geliehen: Die wild eingesetzten Fische im Becken sind an einem Pilz erkrankt. Sie müssen vor Ort behandelt werden, weil es an geeigneten Quarantänebecken mangelt. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Vor Wochen hatten Mitarbeiter der Kommunalen Dienstleistungsbetriebe Würselen (KDW) eine Vielzahl toter Fische aus dem Becken an der kleinen Kalkhalde (Elchenrather Straße) „entsorgt”. Doch damit war das Problem nicht gelöst. Es tauchten erneut erhebliche Mengen an toten Fischen wieder auf.

Daraufhin startete die FDP-Fraktion eine Anfrage an den Technischen Beigeordneten Till von Hoegen. Er teilte ihr mit, das Problem sei erkannt und ein Abfischen werde vorgenommen. Auf diese Position habe sich seine Fraktion - so Vorsitzender Hans Carduck - mit dem Tierschutzverein und auch mitaufgebrachten Bürgern verständigt. Doch in diesen Tagen müsse er feststellen, dass eine Elektropumpe dort installiert worden sei, die dem Teich Luft zuführen solle. Wie allerdings Frischluft einen Pilzbefall der Fische bekämpfen solle, sei ihm ein Rätsel. Carduck erbost es, dass eine gemeinsame Linie mit Verwaltung und KDW einseitig aufgekündigt werde. Wie hoch sind die Strom- und die Reinigungskosten, wenn langfristig dort ein Fischteich betrieben werden soll?, fragt er kritisch nach. Carduck schätzt sie auf rund 20.000 Euro.

Der Technische Beigeordnete Till von Hoegen stellte darauf hin klar, das Becken sei nie als Fischteich angelegt worden. Dass die Natur, wie von seinem Vorgänger Ulrich Wigand angenommen, es schon richten werde, stellt auch er in Frage. Durch Fremdbesatz sei es zu einer großen Population von Fischen, auch noch in einer ungeahnten Artenvielfalt, gekommen. Ein Fachmann sei mit dem Abfischen beauftragt worden. Er habe festgestellt, dass ein Großteil der Fische an einem Pilz erkrankt sei, so dass sie nicht einfach mit Genehmigung der oberen Wasserbehörde in geeignete Gewässer umgesiedelt werden könnten. Sie müssten zunächst in geeigneten Behältern in Quarantäne untergebracht werden. Erst nach vollständiger Genesung könnten sie ausgesetzt werden. Die dabei entstehenden Kosten gehen - so Till von Hoegen - in einen fünfstelligen Bereich. Um ein weiteres qualvolles Verenden der Fische (unter den Augen des Tierschutzvereins) zu beenden, habe sich die Stadt ein Belüftungsgerät geliehen. Nun würden die Fische im Teich behandelt, weil es an geeignete Quarantänebecken mangele. Das weitere Vorgehen will Till von Hoegen mit der KDW und der Politik abstimmen. Es gehe darum, sich auf den wirtschaftlichsten Weg zu verständigen.

Der Technische Beigeordnete befürchtet, dass es auch zukünftig zu Fremdeinsätzen durch Gartenteichbesitzer kommen werde - und sich diese Situation alljährlich wiederholen könnte.
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