Alsdorf - Jungen dürfen auch mal über ihre Gefühle reden

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Jungen dürfen auch mal über ihre Gefühle reden

Von: Katrin Maiwald
Letzte Aktualisierung:
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Gruppenarbeit: Die Betreuer Christoph Pott (hinten re.) und Hartmut Krombholz (hinten li.) kümmern sich intensiv um die ihnen anvertrauten Heranwachsenden. Foto: Katrin Maiwald

Alsdorf. Einmal keine Blamagen gegenüber Mädchen fürchten, einfach toben oder auch mal über seine Gefühle reden: Das alles ist erlaubt bei der Gruppe für Jungen im Alter zwischen elf und zwölf Jahren.

Sozialpädagoge Christoph Pott und sein Kollege Hartmut Krombholz, Sozialarbeiter unterstützen die acht Jungen in den fünf Monaten durch wöchentliche Gruppenarbeit dabei, auch einmal ihre schwache Seite zeigen zu dürfen: „Die Bausteine dieser Jugendgruppe sind Jungenarbeit, soziales Kompetenztraining, Einüben von Eigenverantwortung, Gewaltprävention, Erlebnispädagogik und Sport”, sagt Christoph Pott.

Film den Familien präsentiert

Die „Soziale Gruppenarbeit” ist ein Angebot des Alsdorfer Jugendamtes und der Katholischen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Alsdorf. Insgesamt dauerte das Projekt fünf Monate.

Nun fand im Städtischen Kinder- und Jugendtreff in Mariadorf die Abschlussveranstaltung zum Projekt statt. Die Eltern tauschten sich über die Erfahrungen der letzten Monate aus. Die Gruppe präsentierte den Familienmitgliedern einen Film, in dem sie in Aktion sind. Dabei war beispielsweise die Vertrauenskompetenz gefragt: einer klettert eine freistehende Leiter hoch und auf der anderen Seite wieder runter, während die anderen sie festhalten. Vertrauen ist hier oberste Priorität.

Eltern melden ihre Jungen unter anderem wegen problematischen Sozialverhalten, Überreaktion in Stresssituationen oder Isolierung an. Sie habe ihren Sohn in die Jungengruppe geschickt, weil er ein Stubenhocker sei und viel mit elektronischen Dingen spiele, sagt eine Mutter.

Sie denkt, dass sich ihr Sohn in den letzten Monaten positiv entwickelt hat: „Ich merke, dass er selbstständiger ist und auch ein wenig losgelöster vom Elternhaus ist.” Dem Sohn gefielen die vielen Aktionen der letzten Monate: „Ich fand es toll, dass wir einmal eine Wochenendfahrt gemacht haben. Die vielen Freizeitaktivitäten, wie Klettern und die ganzen Spiele haben mir gut gefallen.”

Die Gruppenarbeit basiert auf festen Strukturen und Ritualen, gleichzeitig ist die Arbeit auch Situationsorientiert. Dabei „sind wir auch konsequent und sagen den Jungen, dass sie bei einer Wochenendfahrt keine Handys benutzen dürfen”, sagt Pott. Diese Regel findet Benedikt gut. Er vermisst sein Handy nicht, wenn sie unterwegs sind. Jungs unter sich zeigen eben beeindruckende Seiten.

Für Interessierte Eltern und Jungen bekommen Sie mehr Informationen bei Christoph Pott 02404 26088 oder Hartmut Krombholz 02404 65125.
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