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Jugendliche wünschen einen eigenen Park

Von: mer
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Eine vielfältige Anlage: Gespannt betrachten die Besucher das Jugendpark-Modell im Kreativworkshop der Falken. Foto: Julian Mertens

Alsdorf. Das Tuch wird gelüftet, und darunter kommt das Modell eines liebevoll gestalteten Jugendparks zum Vorschein. Über dem selbst gestalteten Park lässt sich das neue Logo von Alsdorf finden, ein Kreis umgeben von 17 Strahlen, wobei jeder Strahl für einen der Alsdorfer Stadtteile steht.

Anlass für die Planung des Jugendparks war das Projekt „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“, bei dem die Lebensbedingungen in Alsdorf nachhaltig verändert, ja verbessert werden sollen. Um die Ideen der Jugendlichen zu bündeln, wurde ein Kreativworkshop unter Leitung des Jugendverbandes „Die Falken“ in die Welt gerufen. Die Falken versuchen die Ideen der Heranwachsenden zu fördern und sie auf dem Weg von der Planung bis zur Durchsetzung ihrer Einfälle tatkräftig zu unterstützen.

In den Fachausschuss eingeladen

Die Präsentation der Ergebnisse des Arbeitskreises fand in der Aula der Gesamtschule Alsdorf statt. Nach einem kurzen Empfang begann die Vorführung, die durch eine Aufführung der Tanzgruppe der Falken eröffnet wurde. Im Anschluss wurden die Ergebnisse des Workshops durch ein Miniaturmodell und ein digitales 3D-Modell veranschaulicht.

Um die Wünsche und Sorgen des Alsdorfer Nachwuchses zu verstehen, wurde ein Theaterstück vorgetragen, das an einem extra dafür eingeplanten Wochenende in Maaseik ausgearbeitet wurde.

In dem Theaterstück wird klar, was der Jugend wichtig ist: Alsdorf muss sauberer werden. Als Lösung werden mehr Müllbehälter im und um den Annapark vorgeschlagen. Ein weiterer Punkt sind mehr Unternehmungsmöglichkeiten für die Mädchen. So seien zwar Fußballplätze für die Jungen vorhanden, doch die Mädchen würden dabei nicht berücksichtigt. Was den Teilnehmern aber am wichtigsten war, ist Sicherheit und Schutz vor Kriminalität. Die Jugendlichen wünschen sich mehr Sicherheitsmaßnahmen und mehr Polizeipräsenz.

Rund zehn Teenager im Alter von 13 bis 16 Jahren hatten dieses Mal an dem Workshop teilgenommen. Mit gestalterischen Methoden, wie dem Anfertigen von Modellen, dem Aufführen von Theaterstücken oder dem Produzieren einer Fotogeschichte wurden die Jungen und Mädchen zum Mitmachen motiviert. „Mir macht es Spaß etwas zu verändern und die Meinung der Jugendlichen zu vertreten“, erzählt die 13-jährige Lilly Carius aus Alsdorf.

Die Motivation vieler Teilnehmer ist gleich: Es gibt zu wenige Beschäftigungsmöglichkeiten für die Jugendlichen in Alsdorf. Aus diesem Grund hat die Arbeitsgemeinschaft, auch durch Befragen anderer Jugendlicher, einen für ihre Bedürfnisse „perfekten Jugendpark“ entworfen. „Ein großer Wunsch der Jugendlichen ist durchweg ein Jugendcafé, in dem man sich treffen kann und unter sich ist“, berichtet Samira Elmahi dem Publikum.

Zum Jugendpark gehören eine Kreativwerkstatt, in der unter anderem Kostüme für Theaterauftritte gefertigt werden können, sowie eine Kletterwand, ein Skatepark und ein Spielplatz. Der Skatepark ist eines der ersten große Ziele und wird voraussichtlich im nächsten Jahr fertig gestellt.

Durch einen solchen Jugendpark werden viele Attraktionen für Jugendliche zentral an einem Ort verfügbar. Er sollte außerdem schnell und gut zu Fuß erreichbar sein, betonten die Teenies. Der Park sei eine Möglichkeit für die Jugendlichen, sich frei zu entfalten, sagte Samira Elmahi.

Zur Präsentation ihres Konzepts wurden die Teilnehmer bereits in den Jugendhilfeausschuss des Stadtrates eingeladen. Gerne gehen die Falken auf weitere Anregungen ein. Hierzu ist Samira Elmahi jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr in der Herzogenrather Straße 101 zu erreichen.

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