Jugendliche im Fokus eines Kameraauges

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Freuen sich auf das neue Kunst
Freuen sich auf das neue Kunstprojekt: (v.l.) Andrea Presl vom Kunstverein, Preisträger Willi Filz, Manfred Aretz von der Sparkasse Aachen und Marion Wingen von der Stadt Alsdorf. Foto: Joachim Peters

Alsdorf. Jetzt ist es wieder soweit: Seit 1997 vergibt der Kunstverein Alsdorf mit den Projektpartnern Sparkasse und Stadt Alsdorf alle drei Jahre ein Kunststipendium, das derzeit mit 1000 Euro dotiert ist. Das Ziel: Künstler sollen mit der ihnen eigenen Kreativität Alsdorfer Leben festhalten und am Ende präsentieren.

Zwölf Bewerber hatten sich in diesem Jahr um den Kunstpreis beworben. Es müssen äußerst interessante Projekte angedacht worden sein. Wie sonst wäre es sonst zu verstehen, dass sich die Jury erst nach zwei Ausscheidungs-Gängen entscheiden konnte? Dann stand der Sieger für die Juroren Manfred Aretz (Sparkasse Aachen), Marion Wingen (Stadt Alsdorf), Franz-Josef Kochs (Kunstverein), Viorel Chirea (Aachener Künstler) und einen Vertreter der Organisation „Bildende Künste Maastricht” fest: Willi Filz.

Der Fotograf und freischaffende Künstler ist ein „Kind” der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens: Aufgewachsen in Eupen, lebt Filz jetzt in einem 200-Seelen-Dorf in der belgischen Eifel, in Amel.

Die Jury-Entscheidung war wegen des hohen Niveaus der Einsendungen schwer. Aber etwas gab dann doch den Ausschlag für den Mann, dessen Schaffen keine nationale Grenzen kennt. „Willi Filz präsentierte sich unverkrampft mit seinen Ideen”, sagt der Kunstvereins-Vorsitzende und Fotografen-Kollege Franz-Josef Kochs. „Sein vorgeschlagenes Projekt war einfach stimmig, auf den Punkt gebracht!”

Willi Filz interessieren Menschen in ihrem Alltag und mit ihren Geschichten - aus allen Kulturen: von seiner Heimat Belgien über Israel und Palästina bis hin zum Maghreb hat er sie schon proträtiert. Im durch Bergbau schon immer und zunehmend mehr multikulturell geprägten Alsdorf wird sich der Künstler in der Zeit vom 17. September bis 7. Oktober aufhalten. Sein Projekt: Er wird Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren - „querbeet” durch alle Schichten und Herkünfte - interviewen und sie an für sie wichtigen Lebensorten fotografieren: bei der Arbeit, im Familien- und Freundeskreis sowie im Verein.

„Da werde ich einiges zu tun haben”, zeigte sich der Preisträger angetan und überrascht über die Vereinsdichte in Alsdorf. Weiter sagte er bei seiner Vorstellung in den Räumen der Sparkasse am St.-Brieuc-Platz: „Meine Eingangsfrage an die Jugendlichen ist: Was war in Eurem Leben so wichtig - positiv wie negativ -, dass es Euch geprägt hat?” Die Vorstellung der Ergebnisse und die eigentliche Preisverleihung werden am 14. Oktober im Rahmen einer Finissage in der Sparkasse am St.-Brieuc-Platz über die Bühne gehen.
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