Herzogenrath - Jugendliche arbeiten mit viel Elan am neuen Mobil

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Jugendliche arbeiten mit viel Elan am neuen Mobil

Von: Elisa Zander
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Endlich geht es los: Nach viel
Endlich geht es los: Nach vielen Vorbesprechungen haben die ersten Arbeiten am neuen Jugendmobil begonnen. David Schischke, Tim Ehrhardt, Melanie Lückhoff und Hannah Günther (v.l.) erfahren dabei viel Hilfe von Mario Müller (2.v.l.). Foto: Elisa Zander

Herzogenrath. Der Skater hebt gerade ab zum Sprung. Im Hintergrund biegen sich Palmen im Wind. Der Himmel ist Gelb-Orange getüncht. Sonnenuntergangsstimmung. Retro, chillig und Sport-affin - diese drei Attribute sollte das Jugendmobil nach außen unbedingt verkörpern.

„Für alle sollte etwas dabei sein und jeden ansprechen”, fasst Tim Ehrhardt zusammen und blickt zufrieden auf den Kastenwagen. Der ist noch nahezu weiß. Mario Müller hat erste Konturen angezeichnet, im Verlauf des Tages kommen die ersten Farben auf das Auto.

Mit dem Jugendmobil wollen die Mitarbeiter der mobilen Jugendarbeit vom Team Jugend der Stadt Herzogenrath die aufsuchende Jugendarbeit durch einen rollenden Jugendtreff erweitern. Treffpunkte von Jugendlichen ändern sich, mit dem Fahrzeug sind die Mitarbeiter flexibel und können die Punkte anfahren.

Nach vielen Stunden Vorarbeit, gemeinsamen Überlegungen, wie das Auto aussehen soll - sowohl von außen als auch von innen -, haben nun die ersten Arbeiten begonnen. Eine Gruppe von Jugendlichen hat sich zusammengefunden, die gemeinsam an dem Projekt arbeiten. Sie haben die Entwürfe gesichtet und gemeinsam einen ausgesucht. „Das mit dem Skater fanden sie direkt super”, erinnert sich Carmelina Weinthal, Diplom-Sozialpädagogin und Mitarbeiterin im Team Jugend, und zieht damit auch Rückschlüsse auf derzeitige Hobbys der Mitwirkenden.

Große Unterstützung erfährt die Gruppe von der Firma Lack & Karosserie Müller. Die hat sich bereiterklärt, den Wagen nach den Wünschen des Jugendleiter-Teams und der Jugendlichen umzubauen und verzichtet auf Lohnkosten, die Stadt Herzogenrath muss lediglich für Materialkosten aufkommen.

Ganz viel selbst machen

„Großen Spaß” haben Mario und Petra Müller bei der Arbeit mit den Jugendlichen. Ein solches Projekt haben sie bislang noch nicht mitgestaltet, „aber bisher läuft es sehr gut”, freut sich Mario Müller. Er übernimmt den gestalterischen Teil der Arbeit an dem Kastenwagen.

Ansonsten überlassen die Müllers viele Arbeitsschritte den Jungen und Mädchen. „Ziel ist, dass die Jugendlichen möglichst viel selbst machen und wir nur anleiten”, betont Petra Müller. „Und sie machen es uns sehr einfach, denn sie wollen alles lernen, viel von sich aus machen und haben viel Spaß dabei.”

Wie das Innenleben des Wagens aussehen wird, darin sind sich noch nicht alle einig. Eine Sitzecke soll aber auf jeden Fall dabei sein - vielleicht in knalligen Farben, und der Rest des Innenraums schwarz-weiß gestaltet, skizziert Carmelina Weinthal eine der Vorstellungen. An Ideen für die Umsetzung mangelt es nicht.

Bis es soweit ist, wird an den Außenwänden gearbeitet. Die Grundfläche muss angeraut und sämtliche Kleinteile abmontiert werden, damit später die Farbe überall hin gelangt. Ein bisschen schade, dass sie selbst nicht die Airbrush-Pistole in der Hand haben, finden es die Jugendlichen, derzeit sind es acht, die regelmäßig mitarbeiten, schon. „Aber es soll am Ende auch professionell aussehen”, sagt David Schischke, „und ich denke, keiner von uns wäre in der Lage, das so toll zu machen.”

Spätestens 2013 wollen die Jugendleiter mit dem Fahrzeug auf die Straßen gehen. Bis dahin ist noch einiges zu tun, und ein bisschen getüftelt werden muss auch noch, um möglichst viele Ideen in dem Kastenwagen unterzubekommen. „Aber das macht ja Spaß”, findet Hannah Günther, „sonst wären wir ja nicht hier.”
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