Jugendkunstschule bietet in Alsdorf und Baesweiler Ferienateliers an

Von: Jacqueline Peters
Letzte Aktualisierung:
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Ein Pfahldorf wie auf einem See in Kambodscha: Auch das haben die Kinder in den Kreativateliers gebaut. Foto: „Aber Hallo“/Stefan Schaum

Alsdorf/Baesweiler. Andere Kinder fahren in den Ferien nach Holland an die See, bei der Jugendkunstschule „Aber Hallo“ reist man lieber gleich zum Mond. Denn da sind den Reisen der Kinder keine Grenzen gesetzt. So erschaffen die Kinder in den Sommerferienateliers Monde und Planeten oder große Kunstwerke mit viel Hintergrundwissen über die Irrfahrten des Odysseus.

Auch ein ganzes Dorf aus Stelzenhäusern haben sie in ein großes Wasserbecken hineingebaut. Dafür dienten Bauten aus Kambodscha ihnen als Vorbild.

Mit fremden Kulturen, Märchen, Ländern, Welten und der Realität beschäftigen sich die Sechs- bis 13-Jährigen und können sich dabei frei entfalten. Der Lerneffekt bleibt da nicht aus. Durch Bauen, Basteln und Spielen erfahren sie sinnvolles Erschaffen von einer Seite, die manchen Kindern neu sein dürfte. „Mit Spaß kann man am besten lernen“, betont Claus Jürgen Klüglich, Leiter der Jugendkunstschule. Jeweils eine Woche dauern die Kreativaktionen, die es in der ehemaligen Turnhalle der Grundschule Busch sowie im Bergfoyer des Baesweiler Carl-Alexander-Parks gibt. Dabei können die Kinder auch von einem Alltag lernen, der nicht von Handys, Computern oder anderen Medien dominiert wird. Stattdessen erschaffen sie Städte, bauen Häuser, schreiben sich Briefe und entwickeln untereinander ein Gefühl für die Zusammenarbeit und das Miteinander. Das trägt sichtlich Früchte. „Ein Traumprojekt“, sagt Claus Jürgen Klüglich.

In den Ateliers werden sowohl aktuelle Themen als auch Dinge aus der Vergangenheit aufgegriffen, wobei die immer so weitgehend gewählt sind, dass die Kinder selber entscheiden dürfen, was sie daraus machen. Das Alter spielt dabei keine Rolle. „Dass hier Sechsjährige sind, macht mir gar nichts aus, die sind alle total nett“, sagt die zwölfjährige Maren. Viele Kinder kommen immer wieder in die Ateliers in Alsdorf oder Baesweiler wie zum Beispiel der zehnjährige Fin stolz erzählt. „Ich war schon im Herbst einmal hier und mir hat es super gefallen.“ Wichtig ist den Mitarbeitern, dass die Kinder intensiv betreut werden, so kommen auf 15 Kinder in der Alsdorfer Jugendkunstschule zwei Mitarbeiter, die sich darum kümmern, dass die Kinder nach dem Besprechen des Themas eigenständig tätig werden. Da viele der gebauten Dinge ziemlich groß ausfallen, arbeiten die Kinder oft in Gruppen an einer Arbeit und erschaffen somit ein gemeinsames Kunstwerk.

Claus Jürgen Klüglich ist außerdem wichtig, dass die Kinder Sachen fertigen, die sie selber erfinden. „Kunst und Fantasie müssen immer zusammenspielen.“ Wenn also ein Elefant plötzlich Flügel hat, ist dies kein Zeichen von Unwissenheit, sondern ein Zeichen, das ein Kind gesetzt hat, um seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

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