Herzogenrath - Jugend-Parlament beeindruckt Gäste aus dem Rathaus

Jugend-Parlament beeindruckt Gäste aus dem Rathaus

Von: jk
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Mit guten Argumenten überzeugen: Auch die Fraktion „Jugend für Jugend” braucht eine Mehrheiten für ihren Foto: Jule Klieser

Herzogenrath. So macht Politik-Unterricht Spaß. Oberstufen-Schüler der Europa-Gesamtschule schule demonstrierten das mit einer Parlamentssitzung. Alle Anträge lagen den Abgeordneten der Fraktionen „Jugend für Jugend”, „Grillmeister”, „Jugend-Freizeit-Vertretung” und „Sportlich Aktiv” vor, und los ging es mit der Diskussion.

Die erste Gruppe setzte sich für einen Karaoke-Abend ein und beantragte die Kostenübernahme von 900 Euro. Auf kritische Fragen waren die Schüler vorbereitet. „Wisst Ihr überhaupt, ob Interesse an so einem Abend besteht?” - „Ja, wir haben eine Umfrage gemacht”.

In die lebhafte Diskussion über einen neuen Grillplatz klinkte sich sogar das Publikum, Bürgermeister Christoph von den Driesch und einige Stadtrats-Mitglieder ein. Denn bei der Versammlung waren eben auch echte Politiker zu Gast.

Obwohl die Erwachsenen einen weiteren Grillplatz für nicht so notwendig hielten, votierte das Schülerparlament positiv. Es hatte ja auch mehrere gute Argumente, zum Beispiel „das illegale Grillen würde weniger”. Überhaupt erwies sich das junge Gremium als sehr geeignete Vermittlungsstelle zwischen Schülern und „Offiziellen”. Die Fraktion „Sportlich Aktiv” holte sich direkt Unterstützer ins Boot. Von den Driesch sagte zu, für das geplante Schul-Fußballturnier Sponsoren zu gewinnen. Das jugendliche Parlament hatte Eindruck gemacht wegen seiner hervorragenden Vorbereitung, dem korrekten Diskussionsstil und den guten Argumenten. Selbst an die Müllentsorgung nach einer solchen Veranstaltung hatten sie gedacht.

„Immer das Geld im Blick”

Einzelne weibliche Abgeordnete fühlten sich bei dem geplanten Fußballturnier zunächst ausgeschlossen, denn es geht natürlich nicht, dass Mädels in Jungs-Mannschaften mitspielen. Nach einigem Hin und Her einigte man sich, dass Mädchen-Mannschaften gebildet werden könnten, sofern sich genügend Interessentinnen fänden.

In der Europaschule gehört das Schülerparlament zum Kurs Sozialwissenschaften der 11. Klassen und ist eine Möglichkeit, den Themenbereich „Politik” abzudecken. Die Schüler waren zur Vorbereitung unterwegs gewesen bei Ämtern zwecks Recherche, und sie hatten schon einmal eine Stadtratssitzung besucht. Bei der Stadt Herzogenrath ist ein Jugendbeirat geplant, über den der Bürgermeister die jungen Parlamentarier informierte. „Nach den Sommerferien kommen wir in die heiße Wahlphase”, sagte von den Driesch. Aus dem städtischen Etat stünden schon 22.500 Euro bereit, die der Jugendbeirat verplanen könne. Über den Teilbetrag von 500 Euro kann das Jugendgremium allein entscheiden. „In der Politik muss man immer das Geld im Blick haben, man muss miteinander diskutieren, was Priorität hat”, riet der Bürgermeister den Jugendlichen.
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