Würselen - Jürgen B. Hausmann „rettet” die Klassenfahrt

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Jürgen B. Hausmann „rettet” die Klassenfahrt

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
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Benefiz mit Jürgen Beckers auf Burg Wilhelmstein für Schüler und Stiftung des HGG: Gute Laune für den Selbstzweck war da garantiert. Foto: Elisa Zander

Würselen. „My money is over the ocean.” Das, was Jürgen B. Hausmann da auf die Melodie des gleichnamigen Volksliedes singt, haben die Schüler des 13. Jahrgangs des Heilig-Geist-Gymnasiums (HGG) selber erleben müssen.

Zwei Wochen vor den Sommerferien, unmittelbar danach sollte die Abschlussfahrt stattfinden, erfuhr die Schule von der Insolvenz des Reiseveranstalters. Die Anzahlung von fast zehntausend Euro war weg.

Die Stiftung sprang ein und eine neue Studienfahrt wurde organisiert. Zwar wurde nichts aus dem großen Traum des Segelns rund um Korsika. Dafür ging es für zehn Tage nach Südfrankreich. „Die Fahrt war klasse”, zieht Elmar Griemens, Französisch-, Sport- und Religionslehrer, der die Schüler auf der Fahrt begleitete, ein Resümee.

Für die Schüler war die Enttäuschung anfangs über die verlorene Segeltour zwar groß, aber lange hielt sie nicht an. „Wir haben uns als Gruppe gut verstanden und hatten so viel Spaß, da war es nachher egal, wo wir waren”, sagt Ruth Noppeney.

„Scheiß auf Segeln” prangt nun in weißen Lettern auf den blauen Kapuzenpullis, dem Abschluss-Kleidungsstück, das fast alle Schüler an diesem Abend auf Burg Wilhelmstein tragen. Dort fand am Freitag ein Benefizabend statt, den Elmar Griemens mit Jürgen Beckers organisiert hatte. Schließlich muss das geliehene Geld an die Stiftung zurückgezahlt werden.

Bürgermeister Arno Nelles übernahm die Schirmherrschaft. Eine klare „Ehrensache” war es für Jürgen Beckers als Lehrer des HGG, sich für die Schüler einzusetzen. Und weil es thematisch eben gut passte, gab Beckers insbesondere Anekdoten aus den Jahren seiner Lehrerschaft zum Besten.

Schließlich war auch er das ein oder andere Mal auf einer Studienfahrt und speziell die Fahrt nach Rom ist ihm im Gedächtnis geblieben: „Schüler denken ja immer, jetzt sind sie die Stars und können die Sau raus lassen.”

Und wie zum Beweis erzählt Jürgen Beckers dann von einer Zugfahrt, bei der sich zu vorangegangener Stunde ein Rinnsal durch den Gang zog - die Toilette war defekt. Eine Busfahrt sei nicht minder aufregend, schließlich gilt Alkoholverbot und „bis Verlautenheide trinken sie noch heimlich”.

Anekdoten vom Essen in der Unterkunft, der Versuch, das geplante vielfältige Kulturprogramm umzusetzen und die erste Liebe liefern Steilvorlagen für die Pointen, die das Publikum aus vorrangig Lehrern, Schülern und Eltern nur zu gut kennt. Jeder findet sich in den Geschichten wieder.

Jürgen Beckers und sein musikalischer Partner Harald Claßen präsentieren über eine Stunde wunderbare Lach-Kost. Danach ist das Lehrerkollegium mit der Lehrer-Band dran. Musikalisch präsentiert sich auch die Schülerschaft in Form durch Christiana Kogbe, Schülerin des 12. Jahrgangs.

Zwar konnten die Organisatoren mit dem Abend keine zehntausend Euro erwirtschaften. „Aber etwa die Hälfte sollten wir nach allen Abzügen erreicht haben”, sagt Elmar Griemens. Die ersten Hürden sind genommen. Und eins konnten die Betroffenen zumindest an diesem Abend auf jeden Fall: Über den Vorfall lachen.
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