Alsdorf - Jedes vierte Kind nutzt Ganztagsangebote

Jedes vierte Kind nutzt Ganztagsangebote

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Für Helmut Klein (l.) stand die traditionelle Neujahrsansprache unter besonderen Vorzeichen: Es war sein letzter Empfang als Alsdorfer Bürgermeister. Als Gastredner sprach Martin Schulz über die Städteregion.

Alsdorf. Abschieds- und Aufbruchstimmung: Beides vermittelte die Ansprache von Bürgermeister Helmut Klein beim Neujahrsempfang der Stadt Alsdorf im Rathaus.

Für Klein stand die traditionelle Ansprache im bis auf den letzten Platz gefüllten Ratssaal unter einem ganz besonderen Vorzeichen: Es war Kleins letzter Neujahrsempfang als Erster Bürger Alsdorfs; nach fünfjähriger Amtszeit tritt er im Juni nicht noch einmal zur Wahl an.

Der scheidende Amtsinhaber nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Alsdorfern herzlich zu bedanken: „Ich habe stets viel Unterstützung erfahren. Ihr Zuspruch war und ist wertvoll und mir sehr wichtig.” Einen besonderen Dank richtete Klein an die ehrenamtlich arbeitenden Vereine, Initiativen und Verbände sowie - last but not least - an die Parteien und alle Rathaus-Kollegen für die gute Zusammenarbeit.

Trotz bevorstehenden Abschieds lenkte Helmut Klein dann den Blick auf die Zukunft: „Es ist in Alsdorf unendlich viel zu tun und ich möchte die Zeit bis zum Ende meiner Amtszeit hierfür auch nutzen.” Gerade in Zeiten weltwirtschaftlicher „Horrorszenarien” müsse sich eine Stadt wie Alsdorf ihrer Stärken bewusst sein und sie ausspielen. Hierzu gehöre auch die Änderung einiger Rahmenbedingungen. Beruf und Familie müssten vereinbarer und die Bildung verbessert werden.

In Alsdorf sei in dieser Hinsicht schon einiges geschaffen worden. Klein: „Von zehn Grundschulen in unserer Stadt bieten sieben den offenen Ganztagesbetrieb an. Von den 2000 Grundschülern nutzen 25 Prozent, also 500 Mädchen und Jungen, die Ganztagsangebote.”

Beachtlich sei auch die Versorgungsquote von über 15 Prozent für unter dreijährige Kinder in den Alsdorfer Kindertagesstätten. Alsdorf schaffe die Voraussetzungen, um jungen Menschen die Gründung einer Familie attraktiv zu machen.

Zudem habe sich seine (Kleins) optimistische Ankündigung vom vorigen Neujahrsempfang bewahrheitet: Die vierzügige Grundschule auf dem Annagelände werde gebaut, der Rohbau sei so gut wie fertig. Dennoch stünden in puncto Bildung noch große Aufgaben an, die keinen Aufschub duldeten: die Sanierung der Realschule und des Gymnasiums in Ofden.

Da könnte das von der Bundesregierung aufgelegte Konjunkturpaket II, das ausdrücklich ein kommunales Investitionsprogramm vorsieht, sehr hilfreich sein. Klein: „Ich werde alles daran setzen, diese Fördermöglichkeiten zu nutzen.”

Ein enormer Standortvorteil für Alsdorf, so der Bürgermeister, sei die Aachener Hochschullandschaft. Mehr als 10000 Arbeitsplätze sollen auf dem neuen Campus Melaten/Westbahnhof entstehen, „und ich habe die Hoffnung, dass Alsdorf von dieser Entwicklung profitieren kann”.

Ein Blick auf die Landkarte genüge, um festzustellen, dass Alsdorf durch die Euregiobahn schon jetzt bestens an die Hochschule angebunden sei und Alsdorf selbst attraktive Wohn- und Gewerbestandorte aufweise.

Als wichtige, schon in Gang gesetzte, Alsdorfer Zukunftsprojekte nannte der Bürgermeister zudem das „Energeticon” als euregionaler, außerschulischer Lernort, die Pläne einer Erlebnisgastronomie in der ehemaligen Unterstation. das neue Bauprojekt der Firma Dachser im Gewerbegebiet Schaufenberg und die Fortführung der Euregiobahn von Alsdorf nach Stolberg spätestens im Jahre 2010.
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