Würselen - Interesse an „Hand in Hand“ in Würselen

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Interesse an „Hand in Hand“ in Würselen

Von: Nina Krüsmann
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Die ersten Ergebnisse präsentiert: Studierende haben unter der Leitung von Professor Boris Gorin (l.) von der Hochschule Niederrhein für den Standort Lindenplatz in Würselen entsprechende Bewegungsgeräte konzipiert. Foto: Nina Krüsmann

Würselen. Immer wieder neue Akzente im gesellschaftlichen Leben der Stadt setzt die Kulturstiftung Würselen: Mit der Eröffnung der Ausstellung „Hand in Hand“, einem gemeinsamen Projekt mit der Hochschule Niederrhein in Krefeld/Fakultät Design und dem Seniorenbeauftragten der Stadt Würselen, Dieter Juschka, wurde jetzt ein weiterer Meilenstein gefeiert.

Im Vergleich zu vorangegangenen Ausstellungen der Kulturstiftung geht es diesmal nicht um bildende Kunst, sondern um ein generationsübergreifendes Projekt aus dem Bereich Design.

Bewegungsgeräte konzipiert

Im Kulturzentrum Altes Rathaus sind derzeit die Entwürfe von 15 Studierenden zu Bewegungsgeräten für Senioren zu sehen. Konkret ging es um die Entwicklung und Gestaltung eines Aktivplatzes mit Trainingsgeräten im öffentlichen Raum. „Der Wunsch nach Bewegungsgeräten für die älteren Mitbürger im öffentlichen Raum war ein Ergebnis des Diskussionsabends mit einer interessierten Gruppe von Bürgern, die sich im August 2012 im Alten Rathaus getroffen haben“, erklärt Achim Großmann, Vorsitzender der Kulturstiftung. Viele Vorschläge konnten erarbeitet werden. Die Studierenden haben unter der Leitung von Professor Boris Gorin von der Hochschule Niederrhein für den Standort Lindenplatz in Würselen entsprechende Bewegungsgeräte konzipiert. „Der Anlage liegt ein System zugrunde. Das Bausystem besteht aus kreisförmigen und geraden Rundrohren, sowie Flächen“, erklärt Gorin. Zufällig war er mit Großmann in Kontakt gekommen. „Wie wichtig es ist, auf die Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen, merkt man, wenn man selbst mal betroffen ist – ich zum Beispiel habe mir mal ein Bein gebrochen und merkte schnell, worauf es dann ankommt“, erzählt Gorin.

Die Rohre gibt es in zwei Varianten mit acht beziehungsweise vier Zentimeter Durchmesser. Die kreisförmigen Rohrelemente gibt es jeweils in 50, 100 und 150 Zentimeter Durchmesser. Sie sind als Viertelkreis und Halbkreis vorgefertigt. Des Weiteren gibt es Halbrohre, so dass Flächen daraufgesetzt werden können. Außerdem wurden verschiedene Sonderteile zum Stecken entwickelt, um Teile des Systems zu verbinden und Flächen für Sitzmöglichkeiten, Boden- und Dachkonstruktionen zu befestigen. „Es geht um die Kombination von Design und Alltagstauglichkeit“, sagt Gorin. Lynn Gebauer etwa hat sich ein futuristisch anmutendes Trimmdichgerät für die Beinmuskulatur ausgedacht. Auch die Entwicklung und Gestaltung einer generationsgerechten Beschilderung des öffentlichen Raums gehörte zu den Aufgaben. Evgenia Dück hat sich dieser Sache angenommen, entstanden sind Piktogramme, die zum Beispiel den Weg zu einer behindertengerechten Toilette, einem Rollstuhltauglichen Aufzug weisen oder Gehbehinderte vor Stolperfallen warnen.

Der erste Schritt ist mit dieser Sammlung von Ideen gemacht. Dieter Juschka, Seniorenbeauftragter der Stadt Würselen, und Bürgermeister Arno Nelles begrüßen die spannende, erfolgreiche Kooperation und das Engagement der Kulturstiftung. Auch Fachleute des Medizinischen Zentrums waren im Laufe des Projekts mit im Boot gewesen. Die Machbarkeit wurde bereits geprüft, eine Realisierung der Ideen wäre möglich: „Wir wünschen uns alle, dass in einem weiteren Projekt die Umsetzung der Vorschläge möglich wird. Dazu müssten sich weitere Partner finden, die eine Finanzierung ermöglichen“, betont Großmann. Viele Freunde und Förderer, sowie betroffene Senioren selbst wohnten der Vernissage und Konzeptpräsentation bei. Der Zuspruch auf die Ideen der jungen Leute war groß – solche Trainingsgeräte und Beschilderungen fehlen und wären im Alltag der Bürger eine nützliche Sache.

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