Radarfallen Blitzen Freisteller

Integrationsrat nimmt „Soziale Stadt Setterich-Nord” in den Fokus

Von: mas
Letzte Aktualisierung:
bae_integrationsrat_bu
Frisch im Amt: Kazim Karakök ist Vorsitzender des Integrationsrats. Dafür gab es erste Glückwünsche vom Beigeordneten Frank Brunner (r.). Erste Stellvertreterin Karaköks ist Nazan Sarioglu, während Abdullah Eldemir (dahinter) 2. stellvertretender Vorsitzender ist. Der konstituierenden Sitzung wohnten auch die Stadtteilbüro-Mitarbeiter Ute Fischer und Bernhard Döveling (hinten, 2.v.l.) bei. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Der Integrationsrat hat seine Arbeit aufgenommen. Erste Amtshandlung der knapp zwei Stunden dauernden Sitzung im Verwaltungsgebäude Setterich: Kazim Karakök wurde einstimmig zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt, das aus zehn Migrantenvertretern und fünf Ratsmitgliedern besteht.

Ebenfalls einstimmig erfolgte die Wahl von Karaköks Stellvertretern. Erste Vertreterin ist Nazan Sarioglu, zum zweiten Stellvertreter wählte der sich konstituierende Rat Abdullah Eldemir. Zuvor hatte das älteste Ratsmitglied Baesweilers, FDP-Stadtverordneter und Integrationsratsmitglied Hans Dieter Reiprich, die Sitzung geleitet.

Nach seiner Wahl bedankte sich der 43-jährige Karakök, Vater von fünf Kindern, für das Vertrauen, „das ich zum Wohle der Stadt Baesweiler einsetzen werde”. Vorsitzender Karakök ist kein „Neuling”. Er war bereits über Jahre 2. stellvertretender Vorsitzender des Baesweiler Ausländerbeirats, der durch den frisch gewählten Integrationsrat nun abgelöst wird.

Baesweilers Beigeordneter Frank Brunner nahm die Sitzung zum Anlass, die Aufgaben und Zuständigkeiten des Integrationsrates nochmals in Schwerpunkten zu nennen. Im Arbeitskreis Migrantenvertretungen der Städteregion Aachen werden Kazim Karakök und Reyhan Akkas Baesweiler vertreten. Auch fünf Fachausschüsse werden mit Mitgliedern des Integrationsrates berufen.

Eines der bedeutsamsten Themen für die Stadt Baesweiler grundsätzlich und den Integrationsrat im Speziellen ist aktuell sowie künftig das Großprojekt „Soziale Stadt Setterich-Nord”. Bernhard Döveling und Ute Fischer, die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter des Stadtteilbüros Setterich - Träger ist das Deutsche Rote Kreuz -, hielten ein Kurzreferat zum Thema. Das Projekt wird - so informierte Frank Brunner - mit 10,5 Millionen Euro über fünf Jahre realisiert.

„Schon an der Höhe kann man sehen, was sich hier bewegen soll und wird”, bemerkte Brunner. Bernhard Döveling betonte: „Setterich soll lebens- und liebenswert für alle gemacht werden.” Es gelte, „das etwas angekratzte Image Setterichs aufzuwerten”. Döveling zeigt sich überzeugt: „Miteinander und füreinander werden wir viel erreichen.” Er appellierte aber auch in Richtung Integrationsrat, „die Förderung der aktiven Teilhabe unbedingt zu leisten”. Diese Arbeit könne „nicht theoretisch sein, wir müssen alle selbst die Ärmel hochkrempeln”.

20 Einzelprojekte sind derzeit geplant, darunter ein Erzählcafé, Seniorenservice, Stadtteilzeitung, ein Netzwerkbetrieb für Schulabgänger, Musikbunker, Heimatstube, Formel-1-Werkstatt, Stadtteilladen und Kinderakademie, wie Ute Fischer betonte. Und ein Planungsworkshop zum Kernstück des Projekts, der Begegnungsstätte „Haus Setterich”, ist für den 26. März geplant. Dort soll unter anderem auch das Raumkonzept diskutiert werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert