Integrationsräte im Nordkreis sind neu formiert

Von: Karl Stüber
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Ausgekippt und gezählt: Die Alsdorfer waren flott „fertig”. Foto: Stüber

Nordkreis. Die Möglichkeit zur Briefwahl bei der Wahl zu den Integrationsräten im Nordkreis hat nicht den entscheidenden Durchbruch zu einer höheren Wahlbeteiligung unter den Migranten gebracht. Zum Beispiel nutzen in Würselen nur 55 Wahlberechtigte diese Möglichkeit, in Baesweiler 29.

Auch hat das Trommeln der Kandidaten innerhalb ihres Umfeld hat offenbar nicht entscheidend mehr Zuspruch gebracht.

Allerdings hatte sich in Alsdorf, wo rund 4600 Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgefordert waren, das gesteigerte Interesse in Reihen der ohnehin Aktiven auch in mehr Listen niedergeschlagen. Bei der letzten Wahl waren zwei Listen angetreten, nun vier. Das hat zu einer deutlichen Verschiebung geführt.

Der Wahlsieger der letzten Runde, „Avrasya” - fast ausschließlich mit Kandidaten türkischer Herkunft bestückt und als Liste schon 15 Jahre im Ausländer- bzw. Integrationsbeirat aktiv - kam auf nur noch 48,69 Prozent und 5 Sitze (beim letzten Mal waren es 80,35 Prozent).

Die überwiegend von jüngeren Bewerbern türkischer Herkunft erstmals angetretene Liste „Pro Integration” erhielt auf Anhieb 34,3 Prozent und damit drei Mandatsträger. Die „International Liste” kam auf 5,53 Prozent (1), die Gruppe „Multi-Kulturell” auf 11,4 (1 Sitz).

In Baesweiler, wo sich zwei Listen um die Stimmen von 2996 Migranten beworben hatten, wurde erstmals ein Integrationsrat anstelle eines Ausländerbeirates gewählt.

Das „Internationale Integrationsteam (überwiegend mit türkischem, marokkanischem und mazedonischem Hintergrund) kam auf 86,44 Prozent und 9 Sitze, die Liste „Junge Migranten” erzielte 10,13 Prozent (1 Sitz).

In Herzogenrath trat die „Internationale Liste” an. Der Zusammenschluss von Migranten aus der Türkei, Albanien, Jugoslawien, Iran und arabischen Ländern Jugoslawien mobilisierte 10,78 Prozent der potentiellen Wähler. Mit 94,75 Prozent der abgegebenen Stimmen errang sie alle zehn Sitze in der Migrantenvertretung.

In Würselen wurde ebenfalls erstmals anstelle eines Ausländerbeirates ein Integrationsrat gewählt. Es entfielen auf die Liste „Vielfalt Würselen” 56,56 Prozent (6 Sitze), auf „International” 38,48 und 1 Sitz. Der Einzelbewerber Yildiz fuhr 4,96 Prozent ein, blieb jedoch ohne Mandat.
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