Sporter des Jahres Freisteller Sportlerwahl Sportlergala Freisteller

In mühevoller Kleinarbeit Geschichte von St. Mariae rekonstruiert

Letzte Aktualisierung:
findbuch_bu
Ein Exemplar für Bürgermeister Christoph von den Driesch (l.). Zwölf jahre arbeit hat Grete Esser-Plum teils mit Hilfe von dem Historiker Dr. Wolf Penning in das Findbuch investiert.

Herzogenrath. Die Pfarre St. Mariae Himmelfahrt in Herzogenrath ist stolz auf ihr Findbuch. Das darf sie auch sein: Mehr als zwölf Jahre hat ein engagiertes ehrenamtliches Team in die aufwändige Arbeit investiert.

„Was wir in dem alten Pfarrarchiv von Maria Himmelfahrt erlebt haben, kann sich niemand vorstellen”, sagt Grete Esser-Plum. „Wir mussten teilweise mit Atemschutz arbeiten und unsere Hände waren wie von Ruß geschwärzt von der Arbeit an den alten Dokumenten.”

Im Jahr 1997 hatte Grete Esser-Plum gemeinsam dem niederländischen Historiker Dr. Louis Augustus die Arbeit im Pfarrarchiv von St. Mariae Himmelfahrt aufgenommen.

Weg voller Hindernisse

In vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben sie die Bestände gesichtet, sortiert und katalogisiert. Dabei war der Weg zur Herausgabe des Findbuches voller Hindernisse.

Etliche Dokumente mussten nämlich vor der Sichtung noch im niederländischen Kloster Mamelis in Kleinstarbeit restauriert werden.

Darunter befanden sich Pergamentstücke, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichten und die einer aufwändigen Spezialbehandlung unterzogen werden mussten. Aus Kostengründen konnten nicht alle Archivstücke so aufbereitet werden.

Nach zehn Jahren der gemeinsamen Arbeit erlitt Louis Augustus einen Herzanfall, der ihm die weitere Arbeit an dem Projekt unmöglich machte.

Für ihn sprang der Historiker Dr. Wolf Penning ein. Mit dessen tatkräftiger Unterstützung wurde das Findbuch fertiggestellt, das jetzt im Pfarrbüro von St. Gertrud käuflich erworben werden kann.

Äußerst spannend

„Die Arbeit an diesem Buch war äußerst spannend. Schließlich trafen hier Pfarrgeschichte, politische und Einwohnergeschichte zusammen.

Das alles gibt der Historie unserer Stadt Farbe”, sagt Wolf Penning. Der Tatendrang des Duos ist ungebrochen. Bald sollen das Pfarrarchiv von St. Gertrud, der ältesten Herzogenrather Pfarre, sowie die wertvolle Turck-Bibliothek, die der ehemalige Pfarrer von Mariae Himmelfahrt, Laurent Turck, 1823 seiner Pfarre hinterlassen hatte, verzeichnet werden.

Darüber hinaus hat Grete Esser-Plum den Wunsch, nicht nur Geschichtliches für die kommenden Generationen zu erhalten, sondern auch Geschichtsinteressierte zur aktiven Mitarbeit in einem Arbeitskreis zu bewegen.

Ein Wunsch, der bei Bürgermeister Christoph von den Driesch auf offene Ohren stößt.

„So könnten beispielsweise städtebauliche und touristische Dinge unter Berücksichtigung des geschichtlichen Hintergrundes und der Entwicklung völlig anders konzipiert werden.”

Mehr Infos zum Arbeitskreis gibt Grete Esser-Plum gerne unter 02406/12323.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert