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Improvisationskünstler begeistern bei Auftritt in Baesweiler

Von: ger
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Wieder mal vom Feinsten: „Kultur nach acht” in der Baesweiler Burg, diesmal mit „Improvisite”. Das Publikum brachte die Künstler mit seinen Stichworten so richtig in Fahrt. Foto: W. Sevenich

Baesweiler. Auf auswendig gelernte Texte, eingeübte Pointen und bekannte Sketche wartet man vergebens, wenn die Künstler „Improvisite” zu Gast sind. Auf eines sind sie aber angewiesen: die Mithilfe ihres Publikums.

So musste das Publikum beim Improvisationstheater, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur nach acht” in der Baesweiler Burg gespielt wurde, seinen Teil zu einem gelungenen Abend leisten. Improvisationskünstler Thomas Wansing: „Ihr müsst immer mal wieder was reinrufen, sonst wird es heute langweilig.”

Die drei Kölner hatten einige Klassiker des Improvisationstheaters in petto: Sie spielten einen Beziehungsstreit, bei dem sie munter zwischen den Sprachen aller Erdteile hin und her wechselten. Einen Sketch wiederholten sie fünf Mal. Bei jedem Durchgang steigerten sie die Geschwindigkeit, sodass die Spielzeit von einer Minute auf eine Sekunde zusammenschrumpfte.

Und ein Gebärdensprachendolmetscher erklärte springend, stürzend und rollend die Vorzüge des Hobbys Angeln.

Das Baesweiler Publikum brauchte Wansing und seine Kollegen Markus Lürick und Matthias Brandebusemeyer nur mit ein paar Stichworten in Fahrt zu bringen, schon schmissen sie sich mit vollem Körpereinsatz in ihre Szene.

Dabei bezogen sie ihr Publikum immer wieder mit viel Witz und Charme in ihr Programm ein. Und wenn das Stichwort aus dem Publikum kommt, dann geht es schnell: In Sekundenschnelle ändert sich die ganze Szene. Der mittelalterliche Marktplatz wird zur Musicalbühne und „Die Sendung mit der Maus” zu „Fury”.

Zuweilen sind die Einfälle der Improvisationskünstler so überraschend, dass sie ihr Lachen selber nicht unterdrücken können. So handelten sie mit der „dicken Luise”, einer fest bis mehlig kochenden Kartoffel, auf dem Schwarzmarkt und suchten pantomimisch nach argentinischem Zaubersalz.

Eine Szene: Ein Jugendlicher leistet Sozialstunden im Carl-Alexander-Park. Warum? Er lackierte den Rollator einer alten Dame um. Dann ging es dem Dreck im Park an den Kragen - und zwar musikalisch. Dabei sprangen Markus Lürick und Matthias Brandebusemeyer zwischen den Genres Jazz, Oper und Samba.

Zum Schluss gab es noch ein spontanes Märchen: „Der Schmetterling mit dem Sprachfehler.” Dabei füllten die Baesweiler den Lückentext der Künstler so, dass Bäcker Markus Lürick bis Karneval noch eine Menge Berliner mit Sektfüllung backen muss. Zunächst flog er aber unter dem kräftigen Applaus der Zuschauer auf dem Rücken des lispelnden Zauberschmetterlings aus dem Saal...
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