Alsdorf - Im Zirkuszelt ist Teamwork gefragt

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Im Zirkuszelt ist Teamwork gefragt

Von: Stefan Schaum
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Die Balance muss stimmen: Ob auf dem Seil oder bei der Tellerjonglage – wie gut sie die Zirkusnummern drauf haben, wollen die Kinder in der Manege zeigen. Foto: Stefan Schaum
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Die Balance muss stimmen: Ob auf dem Seil oder bei der Tellerjonglage – wie gut sie die Zirkusnummern drauf haben, wollen die Kinder in der Manege zeigen. Foto: Stefan Schaum

Alsdorf. Dass die echten Zirkusartisten jahrelang täglich trainieren müssen, bis ihre Körper fit sind für die waghalsigsten Tricks, kann den Kindern herzlich egal sein, die dieser Tage in das Zirkuszelt an der Carl-von-Ossietzky-Straße kommen. Denn dort müssen sie gar nicht groß üben, um groß rauszukommen.

Da reicht es schon, flott die Turnschuhe gegen Ballettschläppchen auszutauschen – und ab geht‘s aufs Hochseil. Was derzeit in der Manege stattfindet, ist eine einzige bunte Gemeinschaftsaktion.

Zwar hatte Birgit Bahnen, Leiterin des Familienzentrums Annapark, die Idee, den Mitmachzirkus „Regenbogen“ nach Alsdorf zu holen, doch teilt sie den gern mit vielen weiteren Besuchern. Schließlich steht die Aktion unter dem Motto „Gemeinsam schaffen wir alles“.

Die Angst ist im Nu weg

Und so feilen nicht bloß die Vorschulkinder der Kita Annapark, der Kita Florianstraße und der Kita Christus König im Zelt an ihren Tricks, sondern auch eine integrative Gruppe aus der DRK-Kita Moselstraße, Kinder aus der Elisabeth-Förderschule, sowie behinderte Erwachsene aus dem nahe gelegenen Anna-Roles-Haus.

Denn was für die Kinder gelte, gelte auch für die Älteren und Menschen mit Behinderungen, sagt Bahnen: „Im Zirkus verlieren sie im Nu ihre Ängste und trauen sich tolle Sachen zu. Und sie spüren, dass immer jemand da ist, der einem hilft und einen sichert, wenn man zum Beispiel übers Seil läuft.“ Selbstvertrauen, Rücksichtnahme, Teamwork – darum geht es hier. Neben all dem Spaß, versteht sich.

Dass der Zirkus überhaupt nach Alsdorf kommen konnte, ist dem Verfügungsfonds des Vereins „Alsdorfer Beratungs-, Bildungs- und Begleitungsangebote“ (ABBBA) zu verdanken. Mit 7000 Euro hatte er auf Antrag des Fördervereins der Kita Annapark das Projekt unterstützt. Und so fiebern nun Feuerschlucker und Jongleure, Zauberer und Clowns der Premiere am kommenden Freitag entgegen. Auch Senioren aus dem Buscher St.-Josef-Haus hatte Birgit Bahnen eingeladen, etwas in der Manege zu zeigen. Doch das war den älteren Herrschaften zu heikel. Genießen werden sie den Zirkus dennoch. Auf den Zuschauerplätzen.

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