Im Überschlagsimulator wird es unangenehm

Von: dag
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Überschlagsimulator: Hinterm Lenkrad sitzt Benjamin Straußfeld und probt für den Ernstfall. Andreas Hecker (r.) bedient den Simulator. Foto: Dagmar Meyer-Roeger

Würselen. Eine sichere, vorausschauende und wirtschaftliche Fahrweise im Straßenverkehr ist wichtig und gut. Mit dem Ziel der Sensibilisierung und des Bewusstmachens von Gefahren im Straßenverkehr fand jüngst auf dem Firmengelände der Spedition Offergeld ein Verkehrssicherheitstag für Berufskraftfahrer statt.

Neben Videopräsentationen zum Thema standen ein Überschlagsimulator, ein Gurtschlitten, ein Abstandssimulator und eine Sprungwaage zum Ausprobieren bereit, um Risiken im Straßenverkehr zu verdeutlichen. Die Simulatoren wurden von Fachleuten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und der Berufsgenossenschaft Verkehr betreut. Zudem waren Verkehrssicherheitsberater der Autobahnpolizei Kerpen mit einem modernen Überwachungsfahrzeug der Polizei Köln vor Ort. Gern standen der Polizeibeamte Michael Tangermann und sein Kollege den Fahrern mit Tipps und Ratschlägen aus Sicht der Polizei zu dem Thema zur Seite.

„Das Angebot ist eine super Idee“, lobt Waldemar Eichwald, der gerade im Abstandssimulator sitzt. „Was du mit dem Simulator erlebst, ist ein ganz anderes Gefühl, als wenn du es nur hörst. Man sieht, was passieren kann. Und das ist eine wichtige Erfahrung“, führt der Berufskraftfahrer, der seit acht Jahren für Offergeld fährt, aus. Auch Berufskraftfahrer Willi Straußfeld nahm gerne die Möglichkeiten wahr, die verschiedenen Angebote auszuprobieren. Sohn Benjamin Straußfeld war sehr angetan vom Überschlagsimulator. Hier wurde eine Rollgeschwindigkeit simuliert, als ob der Lkw eine acht Meter Hohe Böschung hinunterrollt. „Es war ein sehr unangenehmes Gefühl, aber zugleich auch lustig, weil es halt gestellt war“, versucht der 20-jährige Berufskraftfahrer das Erlebte in Worte zu fassen. „In Wirklichkeit möchte ich es nicht erleben.“ Da ist er sich ganz sicher.

Organisiert hatte den Sicherheitstag Detlef Krill, der inzwischen pensioniert, aber zuvor 28 Jahre in der gastgebenden Firma als Schulungsleiter für das Fahrpersonal tätig war, gemeinsam mit seinem Nachfolger Rolf Wiegand.

Bei allem, was man mache, sei es wichtig, immer auf Augenhöhe mit den Fahrern zu reden, sagte Detlef Krill. „Denn die Fahrer sind genauso wichtig, wie die Personen, die in der Disposition, der Werkstatt oder auf Chefebene arbeiten“, unterstreicht er, der getreu der Lebensphilosophie lebt: „Das Leben ist schön, du musst es nur aus der richtigen Perspektive betrachten.“

Jeder Lkw-Fahrer, der gewerblich über 3,5 Tonnen fährt, muss regelmäßig 35 Ausbildungsstunden nachweisen, sonst verfällt der Lkw-Führerschein. Doch das beste Training und auch solch ein Tag nutzen nichts, wenn Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten werden“, sagt Detlef Krill.

Dass alle Besucher den Verkehrssicherheitstag gestärkt erleben konnten, dafür sorgten kostenlos bereitgestellte Hot Dogs, belegte Brötchen und Getränke. Am Ende zogen Detlef Krill und Rolf Wiegand ein zufriedenes Fazit. Das „Soll“ an Besuchern wurde trotz des regnerischen Wetters dicke erreicht.

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