Im Sommer auf der Freiterrasse der Mensa dinieren

Von: Beatrix Oprée
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Wie ein Schiffskörper: Gebogene Holzbinder bilden das Gerüst für den halbkreisförmigen Bau, in dem bald täglich bis zu 600 Schülerinnen und Schüler "unter Bäumen" speisen können. Grafik: HeuerFaust

Herzogenrath. „Speisen unter Bäumen” - so vielversprechend wie dieser Arbeitstitel des Architekten, so ansprechend sind auch die Pläne für den Neubau, der derzeit im Grünen hinter dem Gymnasium der Stadt Herzogenrath entsteht.

Im eleganten Halbrund wird sich hier bald ein luftiger Baukörper erstrecken, getragen durch wie in einem Schiffskörper angelegte Holzbinder. Durch eine Fensterfront werden nach den Osterferien 2011 die speisenden Schüler unter den stattlichen Bäumen hindurch ihre Schule im Blick halten können. Eine in Stufen angelegte Sonnenterrasse soll sogar den Imbiss im Freien ermöglichen, so das Wetter dem Ganzen Rechnung trägt.

Nikolas Jansen ist Projektleiter seitens des Aachener Architekturbüros Heuer-Faust, Matthias Schlesinger hat die Koordination bei der Stadt inne. Mit Bürgermeister Christoph von den Driesch und dem Technischen Dezernenten Rüdiger Staron freuen sie sich über die Baufortschritte: Die Bodenplatte ist gegossen, Leitungsrohre verlegt, nun kann es an die Rohbauarbeiten gehen.

Die Gabionen (mit Steinen gefüllte Metallkäfige) zur Abgrenzung der Freifläche sind schon fertig. Per Brücke über das abfließende Oberflächenwasser hinweg wird das Gelände von der Schule aus zugänglich. Von der Ruifer Straße aus ist die Erschließung für die Zulieferer gebaut worden. Anliefern, Aufwärmen und Spülen sind die Hauptarbeitswege in der neuen Mensa für bis zu 600 Essen in zwei Schichten pro Tag.

Die Architektenpläne sehen auch eine chice Cappuccino-Bar vor, „für die älteren Schüler, die eine Freistunde haben”, erklärt Diplom-Ingenieur Jansen. Und für das angestrebte Naturfeeling unter dem Zinkdach könnte ein Olivenbaum sorgen, wie ihn die Planer unter der Glaskuppel, die im Zentrum der Speisehalle der Entrauchung dienen soll, eingezeichnet haben. Vielleicht finden sich ja Sponsoren für diese Extra-Schmankerl.

Sonne sorgt für Abkühlung

Damit es aufgrund der vielen Glasscheiben im Sommer nicht zu heiß wird, sorgen Lamellen in Kombination mit Solarenergie für Kühlung. Mit 2,1 Millionen Euro schlagen die Gesamtbaukosten zu Buche. 100.000 Euro werden über das 1000-Schulen-Programm des Landes gefördert.

Zwecks Ganztagsunterricht baut die Stadt weitere Mensen: an der Realschule Pestalozzistraße sowie an der Hauptschule in Kohlscheid und der Förderschule Leonhardstraße. Gesamtkosten: 1,3 Millionen Euro.

4,6 Millionen Euro fließen aus dem Konjunkturpaket II nach Herzogenrath, für eine Vielzahl an Projekten, die „sehr konstruktiv und in gutem Dialog mit der Politik” eingestielt worden sind, wie der Bürgermeister betont. Was die städtischen Planer auch in den Ferien fordert. „Langeweile haben wir keine”, schmunzelt Matthias Schlesinger.

Das Handwerk offenbar auch nicht, denn erstmals hat es auf eine Ausschreibung - Elektroarbeiten in der Realschule - kein Angebot gegeben, wie Herbert Haamann vom Fachbereich Bau- und Betrieb berichtet.
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