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Im Oktober rollen schon die Bagger an

Von: mas
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Das Interesse an der Fortführung der Pläne eines „Einkaufsmarktes Am Feuerwehrturm“ ist groß: Bei der Einwohnerversammlung wurde überwiegend sachlich diskutiert. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Im Block „Fragestunde“ kam die wohl meist erwartete Antwort. „Wann geht‘s los?“, wurde Bürgermeister Willi Linkens gefragt. „Im Oktober“, lautete die Einschätzung des Baesweiler Bürgermeisters. Und damit meinte er dieses Jahr.

Zur Einwohnerversammlung „Einkaufsmarkt im Gebiet Feuerwehrturm“ wurden detaillierte und erweiterte Pläne im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums vorgestellt. Dazu hatte die Stadt die komplette Riege der Planer (8) eingeladen. Die Bürger zeigten reges Interesse. Erschienen doch über 100, die nähere Informationen wollten.

Die bisherigen Hürden bezüglich der Planung des Marktes wurden alle genommen. Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, regt sich in Anwohner- und Bürgerschaft kaum Widerstand gegen das Projekt. Bekanntlich soll ein Vollsortimenter mit einer Bäckerei und ein Lebensmitteldiscounter errichtet werden. Auf dem Obergeschoss des Gebäudes sollen bis zu 20 überwiegend seniorengerechte Wohnungen entstehen, an denen zum jetzigen Zeitpunkt schon großes Interesse herrscht.

Begrenzte Lieferzeiten

Das Objekt wird im Gebiet der alten Kindertagesstätte und der Vogelvoliere hochgezogen. Die Grundfläche beträgt 6000 Qua-dratmeter. Die Verkaufsfläche des Vollsortimenters (Edeka) wird 2400 Quadratmeter messen, wobei 100 Quadratmeter auf einen Backshop entfallen. Die Fläche des Discounters (Aldi) ist auf 1000 Qua-dratmeter beschränkt. Das Projekt wurde bereits in zwei Einwohnerversammlungen vorgestellt.

Eingangs des dritten Infoabends betonte Baesweilers Technischer Beigeordneter Peter Strauch, dass die Anlieferzeiten zu den Einzelhandelsbetrieben begrenzt sind (6 Uhr bis 22 Uhr). Die Öffnungszeiten der Einzelhandelsbetriebe begrenzen sich auf die Zeit von 7 Uhr bis 21.30 Uhr. Wichtig sei es, dass der Lieferverkehr während der Nachtzeit (22 bis 6 Uhr) ausgeschlossen ist. Betont wurde, dass das Gebäude als attraktive Ergänzung des Zentrums errichtet werden soll. Die Stadt legt Wert darauf, dass es sich nicht um einen eingeschossigen Industriebau handelt, der in dieses Umfeld nicht passt.

Auf dem Dach der Einzelhandelsfläche sind fünf zweigeschossige Gebäudekörper vorgesehen, die der Wohnnutzung dienen, insgesamt 20 Wohneinheiten beinhalten. Diese seien zur Straße Im Kirchwinkel ausgerichtet und nähmen die Dimension der umliegenden Bebauung auf. Vorgesehen sind 360 Parkplätze. Garantien bekommen Brauchtumspfleger wie der Junggesellenverein Baesweiler, dass ausreichend Platz zur Ausrichtung der Kirmes vorhanden sein wird. Nach dem Passieren des Bebauungsplanentwurfes in der Ratssitzung vom 10. Dezember lagen die Pläne fast fünf Wochen zur Einsicht aus und können noch bis zum 27. Januar eingesehen werden.

Ausreichend Parkplätze

„Jetzt wird konkretisiert“, merkte Strauch an und verwies auf die aktuellen Schritte im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens, die sowohl Artenschutz, ökologischen Ausgleich, Boden- und Versicherungsgutachten Schallschutz, Verkehrslenkung und weitere Punkte einbinden. Dass die 360 Parkplätze ausreichend sein werden, wurde ebenso nochmals betont wie auch der Umstand, dass die verkehrstechnischen Voraussetzungen mit der Note „B“ – einem „Gut“ also – belegt wurden. Die Planer werden an einigen Stellen (zum Beispiel: Lkw-Einfahrt aus der Mariastraße in den Kirchwinkel) das Konzept modifizieren. Die Sorge, dass das Gebiet von anfahrenden Brummis zur Versorgung der Märkte überschwemmt wird, versuchte Peter Strauch Bürgern zu nehmen. „Hier werden maximal zehn Lkw täglich zusätzlich durchfahren“, sieht Strauch keine signifikante Steigerung. Außerdem wird die Stadt Lade- und Parkzeiten bei Bedarf prüfen und die Kontrollen erweitern. Ob die Mietpreise der neuen Wohnungen über acht Euro liegen, konnte vom Investor (List-Gruppe) nicht konkret beantwortet werden. Dafür versicherte Peter Strauch, es werden auch weiterhin „keine Parkgebühren in Baesweiler erhoben“. Zusätzliche Stichpunkte, aus Politik und Bürgerschaft erfragt waren unter anderen: Gibt es öffentliche Toiletten (im Plan enthalten), wo wird das Martinsfeuer künftig abgebrannt (Linkens: „An einem anderen zentrumsnahen Platz“), wie sehen die feuerwehrtechnischen Bedingungen aus (Strauch: „Das ist geregelt“), werden am Ärztehaus zusätzliche Parkplätze für Behinderte ausgewiesen und wie lange wird die Bauphase dauern? Zum Punkt Länge der Bauzeit vermuten die Planer, dass 15 Monate gebraucht werden, um das Projekt zu realisieren.

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