Sing Kino Freisteller

Iglu aus Beton: Barbara-Kapelle entsteht im Annapark

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
als_barbarakapellebild
„Iglu” aus Beton: Die Barbara-Kapelle wird zum großen Teil von Erde bedeckt sein.

Alsdorf. Die Planungen nehmen immer konkretere Züge an. Der Verein „Bergbaumuseum Wurmrevier” hat einen Platz für seine Barbara-Kapelle gefunden. Der Verein Bergbaumuseum „Grube Anna” will die Kapelle im Bereich Annapark errichten. Entstehen soll sie zwischen der Kita Annapark (Willy-Brandt-Ring) und der Grundschule Anna.

Das Konzept stellten die Verantwortlichen Bergbauhistoriker Bürgermeister Alfred Sonders vor. Vorsitzender Josef Kohnen geht davon aus, dass Sonders den Standort unterstützt. Voraussichtlich sei noch eine Entscheidung des Ausschusses für Stadtentwicklung nötig, um den endgültigen Startschuss für die Bauarbeiten zu geben.

Wenn alles glatt läuft, wolle man im Mai mit den Arbeiten beginnen. Die Kapelle soll in Kuppelform errichtet werden, die vollkommen mit Erdreich überdeckt ist. Als natürliche Lichtquelle dient ein senkrechter Schacht. Nur Schachtansatz und stollenmundartige Zugang sollen frei bleiben.

„Die Kapelle kann man sich wie ein Iglu aus Beton vorstellen”, erklärt Josef Kohnen. Im Inneren soll die Kapelle einen Durchmesser von acht Metern haben. Dort soll die Struktur der Bauweise das Gefühl vermitteln, unter Tage zu sein. Der aufgeschichtete Hügel wird einen Durchmesser von bis zu 40 Metern haben.

Gefühl von Sicherheit

Der Entwurf stammt vom Alsdorfer Künstler Professor Ludwig Schaffrath. Seine Idee: Auf der einen Seite Enge und Dunkelheit sowie die ständige Angst des Bergmanns bei seiner Arbeit repräsentieren. Dazu dienen sternförmig abgehende sogenannte Streckenstümpfe.

Andererseits sollen die Pfeiler und die Halbkugelform mit dem Schachtansatz und dem dadurch einfließenden Tageslicht ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Dazu soll die Statue der Schutzpatronin beitragen. Gleichzeitig soll die Kapelle ein Denkmal für die tödlich verunglückten Bergleute in der Region sein.

Kohnen ist froh, einen Standort für die Kapelle gefunden zu haben. Allerdings hätte er sich ein weitläufigeres Gelände für die Barbara-Kapelle gewünscht. „Der Platz zwischen Schule und Kindergarten ist ausreichend. Ich denke aber, dass der Hügel eine Landschaftsmarke ist, die nicht einfach in eine Häuserzeile pressen kann. Die Kapelle braucht Luft zum Atmen.” Trotz dieses Wermutstropfens steht dem Bau von Seiten des Museumsvereins nichts im Wege. „Auch Professor Schaffrath hat dem Standpunkt zugestimmt.”

Die Gesamtkosten für das das Projekt belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Neben einem Zuschuss des Landschaftsverbandes, der ein Drittel der Kosten umfasst, schultert der Verein 60.000 Euro durch Eigenleistung. Der Rest wird über Spenden finanziert.

Der Verein betätigt sich auf vielen anderen Feldern rund um den Bergbau. In diesem Jahr möchten sich die Regionalhistoriker an Kinder und Jugendliche wenden und Unterrichtsmaterial für Grundschullehrer erarbeiten. Zudem sind Puzzle und Memory-Spiele mit bergmännischen Motiven und ein Bilderbuch zum Bergbau geplant.

Für die Vorstandsarbeit sucht der Verein mit seinen rund 660 Mitgliedern Unterstützung. Bei einer offenen Vorstandssitzung wurden einige Vereinsmitglieder zur Mitarbeit animiert. „Wir stehen im Vorstand vor einem Generationswechsel”, sagte Kohnen.

Weitere Details und Kontakt:
Neue Mitglieder sind im Verein „Bergbaumuseum Wurmrevier” willkommen. Wer sich im Museumverein oder in einem der angeschlossenen Arbeitskreise engagieren möchte, kann unter Telefon 02404/55878-0 Kontakt aufnehmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert