IGBCE: „Die Einschüsse der Krise kommen näher”

Von: sh
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Franz-Josef Küppers (links) und Karl-Heinz Reichelt wurden vom Regionalforum „Euregio” in ihren Ämtern bestätigt.

Alsdorf. Unter der Leitung von Franz-Josef Küppers trafen sich die Mitglieder des „Regionalforums Euregio” im Bezirk Alsdorf zu ihrer achten Sitzung. Im Januar des Jahres 2007 war diese neue Plattform für Gewerkschaftsarbeit von der IGBCE ins Leben gerufen worden; jetzt standen Neuwahlen an.

Sprecherfunktion und stellvertretender Sprecher standen für die nächsten vier Jahre zur Disposition.

Als Sprecher des Forums wurde der bisher amtierende Franz-Josef Küppers bestätigt. Die Funktion des Stellvertreters nimmt weiterhin Karl-Heinz Reichelt ein.

Die ansonsten harmonisch verlaufende Versammlung wurde durch die aktuellen Entwicklungen im Aachener Bereich überschattet.

Zum einen wurde über die Situation bei der Aachener Firma Gates gesprochen, bei der bereits Mahnwachen und Kundgebungen stattgefunden haben.

Zum anderen drückte die Ankündigung der Entlassung von 80 Mitarbeitern bei Saint Gobain Sekurit im Werk Stolberg die Stimmung.

Der stellvertretende IGBCE-Bezirksleiter Manfred Maresch berichtete dem „Forum Euregio” von schwierigen Gesprächen mit der Werksleitung und kündigte an, alle Mittel und Wege zu nutzen, um diese drohende Entlassungen zu verhindern.

Solidarisch erklären

„Die Einschüsse der Wirtschaftskrise kommen näher”, so der Sprecher des Forums, Franz-Josef Küppers.

Er forderte alle anwesenden Ortsgruppen, Vertrauensleute- und Betriebsratskörper auf, sich mit den Kolleginnen und Kollegen des Werkes in Stolberg solidarisch zu erklären.

Der Betriebsratsvorsitzende Hans Jürgen Langendorf berichtete weiterhin über die allgemein prekäre Situation im Glasbereich.

In den verschiedenen Standorten müsse man aufpassen, nicht gegeneinander ausgespielt zu werden. Dabei gehe es nicht nur um Kosten oder Löhne, sondern auch um die Arbeitszeit.

Küppers: „Für einen Global-Player wie den Saint-Gobain-Konzern sollte in wirtschaftlich schwerem Fahrwasser zunächst das Halten der Belegschaft im Vordergrund stehen. Das Mittel der Kurzarbeit wurde zu diesem Zweck jüngst verlängert.”

Werksleitung und Belegschaften sollten Hand in Hand versuchen, die Standorte in Deutschland zu halten. Auf Dauer komme kein Unternehmen an Qualität und Zuverlässigkeit vorbei.
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