Alsdorf - Ideen zur Gestaltung von Alsdorfs Mitte sammeln

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Ideen zur Gestaltung von Alsdorfs Mitte sammeln

Von: Karl Stüber
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Die Hauptredner der SPD-Stadtverbandsversammlung Alsdorf: (v.l.) Bundestagskandidat Detlef Loosz machte es kurz, Parteichef Hans-Peter Thelen musste mehr reden. Foto: Karl Stüber

Alsdorf. Die Reihen der Alsdorfer Genossen sind in Folge der Grippewelle ausgedünnt, die Genossen üben sich aber in Geschlossenheit. 39 Delegierte aus dem Stadtgebiet sind gekommen. In nicht einmal einer Stunde wird im „Ballsaal des Cinetower“ die Stadtverbandsversammlung über die Bühne gebracht.

Der Kongress muss ohne Bürgermeister Alfred Sonders „tanzen“, der wie Landtagsabgeordnete Eva-Maria Voigt-Küppers krankheitsbedingt das Bett hütet.

Das SPD-Drehbuch, das Vorsitzender Hans-Peter Thelen Szene für Szene abarbeitet, hat keine Sensationen, aber angenehm Überraschendes zu bieten: Der Hauptantrag zum Thema „Die Neue Mitte“ geht glatt durch, der damit verbundene studentische Ideen-Wettbewerb zur städteplanerischen Gestaltung des Stadtzentrums ist indes bereits finanziell gesichert, wird der Stadt keinen Cent kosten, wie Thelen verkündet. „Das Geld liegt bereits als zweckgebundene Spende auf dem Konto der Stadt.“

Worum geht es in dem Leitantrag der SPD, den nun im Auftrag der Stadtpartei die SPD-Fraktion im Rat stellen soll, mit dessen Umsetzung der Bürgermeister als Chef der Verwaltung beauftragt wird, um den studentischen Wettbewerb auszuloben? Es sollen Ideen zur Gestaltung und Entwicklung des Stadtzentrums gewonnen werden.

Ziel ist es, sich mit der Stadtidentität auseinanderzusetzen, dabei das „Spannungsfeld“ von Handel, Erlebnis und Wohlfühlen ins Gleichgewicht zu bringen, einen ausgewogenen Mix von Wohnen, Verwaltung, Arbeiten, Einkaufen und Kultur zusammenzustellen und neue Angebote einzubringen, auch solche, die in Nachbarstädten nicht anzutreffen sind – als Alleinstellungsmerkmal also. Mit der Initiative will die SPD den vor zweieinhalb Jahren beschlossenen Masterplan „Zukunft Alsdorf 2020“ vorantreiben.

In sieben Jahren soll Alsdorf „der attraktivste Wirtschafts-, Dienstleistungs- und Wohnort in der nördlichen Städteregion Aachen“ sein. Vorsichtig ausgedrückt, ist dies ein recht ehrgeiziges Ziel. Aber viele Grundsteine, so Thelen, sind bereits gelegt, vieles, „was noch in dieser Legislaturperiode bis 2014 verwirklicht werden kann“, in den Bereichen „Die Schulstadt mit dem besten Bildungsangebot“, für „Die Wohnstadt mit dem besten Kultur-, Sport- und Freizeitangebot“, für „Die Einkaufsstadt mit den besten Aufenthaltsmöglichkeiten“.

Verbindliche Bauleitplanung

Die „Neue Mitte“, sagt der SPD-Vorsitzende, ist das zentrale Arbeitsthema für die nächste Legislaturperiode. „Uns ist bewusst, dass die Gestaltung des neuen Stadtzentrums als Aushängeschild der gesamten Stadt 15 bis 20 Jahre Zeit in Anspruch nehmen wird.“ Wichtig sei, dass nun das Projekt „Soziale Stadt Alsdorf-Mitte“ startet. Die SPD, so Thelen weiter, will die Bürger an der weiteren Entwicklung beteiligen. Wer dort wohne oder arbeite, soll „mitreden und Interessen darstellen“.

Der Wettbewerb helfe, die eigenen Ziele und Bedürfnisse klarer zu definieren – als „Instrument der Willensbildung“. Thelen ist zuversichtlich: Das Ergebnis „wird mehrere Alternativen zur Auswahl bereitstellen. Wir wollen das Beste, nicht die erstbeste Lösung.“ Und die besten Ergebnisse sollen im Rahmen von Stadtkonferenzen der Öffentlichkeit vorgestellt und mir ihr diskutiert werden.

Dann kommt, so der Plan, wieder Parteigenosse Alfred Sonders ins Spiel. Dessen städtische Verwaltung soll die Ergebnisse zur weiteren Entwicklung der Stadtmitte aufgreifen und das Ganze in die parlamentarische Beratung des Rates und seiner Ausschüsse geben. Ergebnis soll sein: eine verbindliche Bauleitplanung für „unsere Neue Mitte“.

Apropos Studenten: Die sollen nicht nur den Ideenwettbewerb bestreiten, sondern Alsdorf angesichts des teuren Pflasters Aachen zusätzlich als preiswerte Bleibe entdecken. Studieren bis in den Abend und den Rest in der Kaiserstadt genießen – wie kommt man dann nach Alsdorf in die Bude? Das soll auf Antrag der Jungsozialisten (Jusos), vorgestellt von René Hommelsheim, Bürgermeister Sonders als Aufsichtsratsmitglied der Buslinien bedienenden Aseag effizienter gestalten.

Es geht um die Ausweitung des Nachtbusverkehrs – ergänzt durch den Hinweis eines älteren Genossen, der zudem die Möglichkeiten der Euregiobahn ausgeschöpft wissen möchte. Die Alten wissen Bescheid und haben Verständnis – man war ja auch mal jung. Auch hier soll die Ratsfraktion das Ansinnen der Jusos unterstützen.

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