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I-Dötze werden auf Grundschulen verteilt

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Erstmals den Schulranzen packen: I-Dötze werden in Alsdorf auf Schulen verteilt. Foto: imago

Alsdorf. Die Schulpolitik bringt ständig Änderungen hervor und bietet großen Nährboden für Regelungsbedarf. So hat der Landtag im Dezember vergangenen Jahres das 8. Schulrechtsänderungsgesetz beschlossen.

Die rot-grüne Landesregierung will so „zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen und wohnungsnahen Schulversorgung im Grundschulbereich bei rückläufigen Schülerzahlen“ beitragen, zitiert die Alsdorfer Verwaltung die Sicht des Landes.

Zu den Eckpunkten gehört: Absenken des „Klassenfrequenzrichtwertes“ von derzeit 24 auf 22,5 in vier Schritten ab dem Schuljahr 2013/14; ab 2013/14 ist die Bildung von Klassen mit weniger als 15 und mehr als 29 Schüler unzulässig; ab nächsten Schuljahr gilt eine sogenannte „kommunale Klassenrichtzahl“ (KRZ). Was bedeutet das? Gemeint ist die Ermittlung der Zahl der neu zu bildenden Eingangsklassen in den Kommunen, die nicht überschritten werden darf. „Für die KRZ wird die voraussichtliche Anzahl der Schüler der Eingangsklassen aller Grundschulen einer Kommune durch 23 dividiert.“ Dies soll laut Land der Planungssicherheit dienen.

Untere Grenze ausgeschöpft

Die Alsdorfer Verwaltung hat die Rechner angeworfen und die Anmeldezahlen eingegeben. Heraus kam die Kommunale Klassenrichtzahl von 15,74. Das heißt, Alsdorf hat fast die Grenze nach unten ausgeschöpft, um möglichst alle Grundschulen im Stadtgebiet mit neuen Schülern zu versorgen. Die Verteilung, die Schuldezernent Stephan Spaltner in der Sitzung des Schulausschusses aktualisierte, sieht so aus: GGS Alsdorf Annapark 83 Schüler (vier Eingangsklassen); GGS Ofden 58 (2); GGS Kellersberg/Ost: 33 (2); GGS Schaufenberg 40 (2); KGS Hoengen 50 (2); GGS Blumenrath 35 (2); KGS Begau 29 (1); GGS Broicher Siedlung 26 (1). Dabei mussten die Grundschulen Begau und Broicher Siedlung „aufgrund der Sachlage“, so die Verwaltung, Schüler abweisen. Um in diesen Grundschulen nur je eine Klasse einrichten zu müssen, waren Gespräche mit Erziehungsberechtigten notwendig. „Wir haben es geschafft, dass die Eltern ihre Kinder anderswo angemeldet haben“, berichtete Spaltner. Friedhelm Krämer (SPD) sagte dazu: „Der demografische Wandel hat massiv eingegriffen.“

Allerdings, so Dezernent Spaltner, seien die Grundschulen in Begau und Broicher Siedlung derzeit nicht gefährdet. Es sei später zu erwarten, dass sie wieder zweizügig gefahren werden können.

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