Herzogenrath - Hoffen auf eine gute Zukunft mit „pro futura”

Hoffen auf eine gute Zukunft mit „pro futura”

Von: ath
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Gehen mit Optimismus ans Werk
Gehen mit Optimismus ans Werk: die Leitungen der sieben Kindertagesstätten und die Verantwortlichen bei „pro futura”; (v.l.) Gabriele Johnen (Familienzentrum St. Mariä Heimsuchung, Kämpchen), Astrid Kriescher (Kita St. Mariä Verkündigung, Bank), Gisela Cohandel-Wiggers (Kita St. Katharina, Kohlscheid-Mitte), Alice Bongard (Aufsichtsratsvorsitzende pro futura) Heinz Zohren (Geschäftsführer), Beate Kynast (Kita Arche Noah), Corina Gottfried (Kita St. Katharina, Aachen), Andrea Liebermann-Krott (Kita Erlöserkirche und St. Monika). Foto: Andrea Thomas

Herzogenrath. Wenn einer eine Rede hält, steht er meist alleine vorne und der Rest der Anwesenden im Saal schaut ihn erwartungsfroh an. Bei der Auftaktveranstaltung für „pro futura”, den neuen katholischen Kindergartenträger der Regionen Aachen-Stadt und -Land, im Pfarrheim von St. Mariä Verkündigung in Kohlscheid-Bank, verschob sich dieses Bild alle paar Sätze.

Während Heinz Zohren, Geschäftsführer von „pro futura”, die zehnjährige Entwicklung nachzeichnete, von der ersten Idee bis zum Start mit sieben Einrichtungen zum Kindergartenjahr 2011/12, bat er aus dem Publikum die Menschen nach vorne, die daran Anteil hatten. Am Ende umringten ihn gut 40 Leute, „die pro-futura-Familie”, wie er sie lächelnd vorstellte.

„Die Initiative geht auf Bischof Heinrich Mussinghoff zurück”, erinnerte Heinz Zohren. Die Idee war und ist, einen Träger für die Doppelregion Stadt und Land zu schaffen, auf den die Pfarren und Gemeinschaften der Gemeinden ihre Kindertagesstätten übertragen können, um so die Ehrenamtlichen in den Kirchenvorständen zu entlasten. Neben Organisatorischem, galt es Menschen für das Projekt zu gewinnen, im Bistum, bei den Jugendämtern, in den Kirchenvorständen und Einrichtungen.

Bei den Gemeinden ist das nach wie vor schwierig, zu wenig einheitlich ist der Bedarf. „Es gibt Gemeinden, die haben Leute in den Kirchenvorständen, die kennen sich mit allen Belangen rund um Kitas aus”, so Heinz Zohren. Andere, wie die Mitgründer die Kohlscheider Kirchengemeinde Christus unser Friede und der Kirchengemeindeverband Aachen Forst/Brand, waren sehr interessiert an einem neuen Träger für ihre Einrichtungen.

Als „pro futura” in der Warteschleife hängen zu bleiben drohte, weil die sieben Einrichtungen dieser Gemeinden nicht ausreichend für eine Gründung waren, habe Pfarrer Hubert Leuchter, der Leiter des Kirchengemeindeverbands Forst/Brand die Initiative ergriffen. Er überzeugte den Kirchensteuerrat, „pro futura” in der Startphase zu unterstützen. Nur wenn der Träger einmal erfolgreich arbeite, könnten andere Gemeinden überzeugt werden, sich anzuschließen. So konnte „pro futura” als gemeinnützige GmbH zum 1. August ihre Arbeit aufnehmen.

Gesellschafter sind die Kohlscheider Pfarrgemeinde, der Kirchengemeindeverband Forst/Brand und der Kirchengemeindeverband Aachen. Insgesamt ist der Träger für den Betrieb von sieben Kindertageseinrichtungen - Familienzentrum Mariä Heimsuchung Kämpchen, Kita St. Mariä Verkündigung Bank, Kita St. Katharina Kohlscheid-Mitte sowie aus Aachen, Kita Arche Noah, Kita St. Katharina und das Familienzentrum St. Donatus mit zwei Einrichtungen - mit 27 Gruppen und 87 Mitarbeiterinnen verantwortlich und hat ein Jahresgesamtbudget von 3,3 Millionen Euro.

Eine turbulente Zeit

„Für uns ist das eine Entlastung. Wir haben tolle Leute im Kirchenvorstand, die sich mit baulichen und anderen Angelegenheiten auskennen, aber niemanden der sich speziell mit KiBiz und all diesen Dingen auskennt”, erklärt Kohlscheids Pfarrer Michael Datené. Gerade das sei aber wichtig, im Sinne der Einrichtungen und der Kinder.

Die drei Leiterinnen hätten sehr positiv auf den Wechsel reagiert und freuten sich, die Entwicklung von Anfang an mitgestalten zu können. Außerdem blieben die Kitas ja weiter lebendiger Bestandteil der Pfarrgemeinde, gestalteten Gottesdienste mit und er als Pfarrer sei auch weiterhin präsent. „Nur, dass ich jetzt nichts mehr als Chef unterschreiben muss, sondern auch mal mit den Kindern spielen und reden kann.”

So stellt sich auch das Bistum Aachen das vor, wie Generalvikar Manfred von Holtum, der gemeinsam mit Pfarrer Leuchter, Pfarrer Datené und Domkapitular Rolf-Peter Cremer den Eröffnungsgottesdienst gehalten hatte, in seiner Predigt erklärte. Kinder würden in eine turbulente Zeit hinein geboren, in denen es wichtig sei, ihnen Werte zu vermitteln. Das sei eine der Aufgaben der Kindertageseinrichtungen, ganz besonders auch der kirchlichen.

Der neue Träger schaue nun auf die große Einheit, entlaste die Gemeinden und setzte Ressourcen für den kirchlichen Wertekanon frei. „Kinder brauchen Menschen, die sie mit Herz begleiten und ihre Herzensbildung fördern.”
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