Hochstimmung und Gänsehautgefühl

Von: mas
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Der größte Auftritt bei einer Kirmes: Zum Sonntagsumzug lachten nicht nur die Zuschauer. Beim Anblick dieser Majestäten mit ihren Begleitern ging allen das Herz auf. Geführt wurden die Flovericher Schützen von Königin Ulrike Esser und ihrem Mann Willi. Foto: Sigi Malinowski

Baesweiler. Die Musik kommt hörbar näher. Aber auch die Marschtöne von draußen bringen Ulrike Esser nicht aus ihrer inneren Ruhe. Die Schützenkönigin des beschaulichen Dörfchens Floverich zieht nochmals ihren Lippenstift nach, dreht sich vor ihrer Freundin Anneliese Kinny-Lürken und lässt sich von ihr bestätigen: „Die siehst wunderhübsch aus.“

Dass in wenigen Minuten das ganze Dorf die fesche Schützenkönigin der St.-Willibrordus-Schützenbruderschaft bejubeln wird, macht Ulrike Esser dann doch ein bisschen nervös.

Obwohl sie das Gefühl kennt, wie es ist, wenn man im Mittelpunkt steht. 1999 war ihr Mann Willi in Körrenzig Schützenkönig. „Das war schon sehr schön, aber jetzt ist es noch eine Spur aufregender“, bekennt die Majestätin am Kirmessonntag. Da hat sie die Hälfte der Feierlichkeiten schon hinter sich. Und auch die morgendliche Krönung durch Pfarrer Hans-Peter Jeandrée, der auch Schützenprinz Simon Hanek und Schülermajestät Samuel Grotthaus segnete, erzeugte bei der Königin ein Gänsehautgefühl. Das setzt nun wieder ein, als sich Ehemann Willi klopfend an die verschlossene Tür stellt und bittet, „Schatz, sie sind da, wir müssen raus!“

„Sie“, das ist die Bruderschaft mit ihrem Chef Heinz-Hubert Paffen und Kommandeur Werner Paffen. „Schützen, präsentiert das Gewehr!“ ruft der Kommandeur im Drillton. Dann setzt der „Königsmarsch“ ein und aus dem Hause Fliesstraße 4 tritt das stolze Königspaar heraus. Gefühlte 100 Kameras und Handys klicken, dieses Bild muss man unbedingt haben.

Am Straßenrand, inmitten von Musikkapellen und befreundeten Bruderschaften, stehen Prinz Simon Hanek und seine Begleiterin Julia Schiffgens. Auch sie strahlen vor Glück. Während Mutter Carmen Grotthaus ihren kleinen Samuel fotografiert, den Schülerprinzen, der so niedlich aussieht. Ein ganzes Dorf liegt nun im Sonnenschein und im Glück.

Außer Rand und Band

Ein Hochgefühl, das bereits am Freitagabend mit dem Farout-Band-Festival begonnen hatte. „Das war große Klasse“, jubelte auch Brudermeister Heinz-Hubert Paffen noch zwei Tage später über die Auftritte der Bands „Cocoheadnuts“ „Ten Tons Of Glory“ und „Fahrerflucht“. Ebenso erfolgreich feierten die Flovericher ihre „Hüttengaudi“ am Samstag.

Spätestens am Montag waren alle Dörfler außer Rand und Band, schon morgens stand der Klompenball an. Angesichts der Temperaturen und mit Blick auf den am Abend noch zu feiernden Königsball nahmen die Schützen dann ein wenig das Tempo heraus. Aber immer noch heftig genug, um sich auch noch in ein paar Jahren zu erinnern, mit welcher Wucht die Kirmes 2013 gefeiert wurde.

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