Alsdorf - Hochkarätiges Chorprogramm trotz Sparzwang

Hochkarätiges Chorprogramm trotz Sparzwang

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:
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Sie haben gut Lachen: Auch 2009 können Alsdorfs Städtische Chöre ein umfangreiches Angebot vorweisen. Sehr zur Freude von Chordirektor Günther Kerkhoffs (2.v.r.), seiner Assistentin und Tochter Vera Kerkhoffs, Bürgermeister Helmut Klein (r.) und Stadthallenchef Alfred Sonders. Foto: Schaum

Alsdorf. Und sie singen doch. Allen Unkenrufen zum Trotz. Vor gut zehn Jahren hätte die beginnende finanzielle Schieflage der Stadt Alsdorf leicht das Aus für deren Städtische Chöre bedeuten können. Doch die Sänger haben finanzielle Engpässe ebenso gemeistert wie künstlerische Herausforderungen.

Auf hohem Niveau soll es auch 2009 weitergehen. Mit eigener Musical-Produktion und viel Klassik.

Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß Bürgermeister Helmut Klein: „Wir haben stets ein hochkarätiges Programm - trotz finanzieller Nöte.”

Die Kommune im Nothaushalt kann und darf längst nichts mehr zubuttern. Das tut stattdessen zum einen der Förderverein unter Vorsitz von Dr. Leonhard Hansen, zum anderen ein cleverer Mix aus Projekten und Eintrittgeldern.

„Wir kommen Jahr für Jahr plusminus Null raus”, sagt Alfred Sonders, der dem Chor als Stadthallenchef und Fördervereinsmitglied wohlgesonnen ist. Und als Papa von Töchterchen Luisa, das im Kinderchor singt.

„Wo gibt es sonst solch ein Angebot? In den Chören kann vom Kleinkind bis zum Erwachsenen jeder mitsingen und wachsen. Das dient nicht bloß der Stimm-, sondern auch der Charakterentwicklung.”

Obendrein, daran soll festgehalten werden, sind die Angebote der Singschule sowie des Kinder- und des Jugendchors für die jungen Sänger kostenlos. Und jedem zugänglich. Ein Casting, wie es heutzutage in der Fernsehlandschaft üblich ist, gibt es in Alsdorf nicht. Muss es auch nicht.

„Es gibt eigentlich keine unmusikalischen Menschen. Man kann aus so ziemlich jedem einen Sänger machen”, wirbt Vera Kerkhoffs, Tochter von Chordirektor Günther Kerkhoffs, für die Teilnahme. Sie unterstützt ihren Vater, der seit 40 Jahren in Alsdorf den Taktstock in der Hand hält, bei der Arbeit mit den jungen Chören.

Als Regisseurin betreut sie derzeit die Vorbereitung des Musicals „SnoWhite”, das Kinder- und Jugendchor im Juni auf die Bühne der Stadthalle bringen wollen. Vera Kerkhoffs ist begeistert von den Kompositionen von Frank Nimsgern.

„Das klingt richtig frisch. Rock, Pop, ein wenig funky. Das ist nicht das Schneewittchen, das man aus dem Märchen kennt.” Genug Rollen für gut 60 Akteure bietet das Stück ebenfalls, das die Erfolge von den Produktionen „Der kleine Tag” und „Die zertanzten Schuhe” fortsetzen soll. „Ich gehe davon aus, dass es ein Knaller wird”, sagt Alfred Sonders - weshalb bereits Wiederholungstermine im Herbst anvisiert sind. Stemmen werden die Städtischen Chöre ihre Aufgabe mit Hilfe des Chorprojektes „Canto classico”, dass der ehemalige Grundschulleiter Günther Kerkhoffs am Alsdorfer Gymnasium gestartet hat. Überhaupt sind die Wege zur Ofdener Lehranstalt kurz. Deren Aula wird häufig zur Vorbereitung genutzt.
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