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Hier spielt Spaß am Sport die Hauptrolle

Von: Daniel Gerhards
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Viele Pokale, denn hier ist jeder ein Sieger: Mit großem Eifer sind die Kleinen dem Leder nachgejagt, sehr zur Freude der Organisatoren. Foto: Daniel Gerhards

Herzogenrath. Ein lauter Pfiff ertönt im Stadion am Fuchsberg. Jetzt rollt der Ball. Viele kleine Kicker jagen der Kugel nach. Beim „Kiga-Cup” spielen 15 Kindergarten-Teams aus dem gesamten Stadtgebiet auf sechs kleinen Feldern gegeneinander.

Und dabei ist eine Menge los: Am Rand feuern Erzieher und Eltern die kleinen lauthals - und unterstützt von Rasseln und Tröten - an. Auf dem Feld geben die Kleinen alles. Ein Kind rennt mit dem Ball. Der Rest folgt in einer Traube. Dann kommt der Schuss auf das Tor. Treffer! Jetzt ist der Jubel groß.

Da stört es die Kleinen nur wenig, dass der gegnerische Torwart gerade nicht mit dem Spiel beschäftigt war. Das macht nichts, weiter geht´s. „Das bringt den Kinder einfach jede Menge Spaß”, sagt Silke Rottenberg. Die Frauenfußball-Torwartlegende freut sich, dass die Kinder so engagiert bei der Sache sind. „Das ist wirklich eine tolle Sache. Jungen und Mädchen spielen zusammen ohne viele Regeln, und die Eltern stehen am Rand und feuern kräftig an.”

Mit Regeln nimmt man es beim Kiga-Cup nicht so genau. „Die Kinder erziehen sich selbst auf dem Platz und sind ständig in Bewegung. Das ist einfach eine tolle Sache”, sagt die Torwart-Trainerin verschiedener DFB-Nachwuchsteams. So viel Lob von der Weltmeisterin hören die Organisatoren samt Initiator Ralf Klohr gern.

2003 kickten fünf Kindergärten aus Mitte beim ersten Kiga-Cup um den Pokal. Bei der achten Auflage jetzt standen 280 Kinder aus dem gesamten Stadtgebiet auf dem Rasen. „Zu Beginn waren wir noch unsicher, ob wir mit so kleinen Kindern was machen können. Das ist ja eine große Verantwortung”, sagt Klohr. Damals erhielt er sofort Unterstützung von der Stadtverwaltung. Jugendamtsleiter Bernd Krott übernahm die Schirmherrschaft. Das sorgte für Vertrauen bei den Kigas. „Das Konzept ist voll aufgegangen”, sagt Krott. „Die Kinder bereiten sich schon ganz früh darauf vor. Sie basteln Plakate und trainieren richtig. Das ist schon schön.”

Trotz der tollen Stimmung und des hohen Spaß-Faktors für die Kinder sind noch nicht alle Kigas aus Herzogenrath dabei. „Bei uns sind trotzdem alle Kinder eingeladen”, sagt Klohr. Wer alleine mitspielen will, spielt im „Wilden Haufen”. Klohr: „Heute Morgen sind acht Kinder aus verschiedenen Kindergärten gekommen. Für die haben wir ein eigenes Team gemacht - den Wilden Haufen.”

Während die Kleinen noch dem runden Leder nachjagten, versuchten sich Gönner und Sponsoren des Cups an der Torwand. Silke Rottenberg, die im vergangenen Jahr die meisten Kugeln versenkte, musste sich nun dem treffsicheren Vize-Bürgermeister Manfred Fleckenstein geschlagen geben. Ihr liegt wohl doch eher die Torverhinderung im Blut. Dafür hat sie beim Blick auf die kleinen Spielfelder vielleicht sogar schon ein junges Talent für die DFB-Jugend erkannt.

Die Frauenfußball-WM 2011 in Deutschland kommt für die jungen Mädchen aus den Herzogenrather Kigas zwar noch etwas früh, aber vielleicht kommen einige Kinder durch den Kiga-Cup zum Sport. Dafür ist es wichtig, dass alle mit Spaß bei der Sache sind. Um sich zu vergewissern, fragte Klohr nochmal bei der versammelten Kinderschar nach: „Hat es Euch Spaß gemacht?” Auf die Frage erntete er ein donnerndes „Ja!” aus 280 kleinen Kehlen.
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