Würselen - HGG-Busse sind Auslaufmodelle

HGG-Busse sind Auslaufmodelle

Von: Georg Pinzek
Letzte Aktualisierung:
6787115.jpg
HGG-Schulbus unterwegs: Zwölf Linien befördern die Schüler von und nach Broich. Foto: Georg Pinzek

Würselen. Das ist eine frohe Botschaft für das Heilig-Geist-Gymnasium (HGG), die aus dem Würselener Rathaus Richtung Broich gesendet wird. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Straßenbau, Umwelt und Verkehr hat kürzlich den Weg geebnet, damit die Schule künftig besser an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angeschlossen werden kann.

 Das ist als weiteres klares Bekenntnis zum dauerhaften Erhalt der Schule zu werten, die als Bereicherung des Bildungsangebots in der Städteregion gesehen wird. Bislang werden die Schüler über spezielle HGG-Buslinien befördert. Angesteuert wird das Gymnasium bereits überdies von den Linien WÜ 1 und 31. Verlängert werden soll in Zukunft die Linie 11, die bislang unweit der Schule (Fronhofstraße) hält. Dafür soll neben dem HGG ein Wendehammer gebaut werden und entsprechende Zuschüsse aus dem ÖPNV-Investitionsprogramm des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland (NVR) beantragt werden.

Beim Zweckverband Aachener Verkehrsverbund (AVV) gehen die Verantwortlichen davon aus, dass eine Förderzusage für den Wendehammer für Gelenkbusse frühestens im Sommer 2014 vorliegt. Erst nach dem Ausbau der Infrastruktur könne ein neues Betriebskonzept umgesetzt werden. Die Stadt Würselen wird lediglich zehn Prozent der Baukosten übernehmen.

Das HGG finanziert wohl die Verlegung der Parkplätze an der Stichstraße vor der ehemaligen Klosterkirche auf ein benachbartes Grundstück. Laut Technischem Beigeordneten Till von Hoegen „ist das Modell für die Stadt auf alle Fälle kostengünstiger als eine ebenfalls von Verkehrsplanern im Rathaus vorgestellte Alternative“. Demnach hätte eine über 500 Meter lange sichere Fußverbindung von der Haltestelle Fronhofstraße entlang der Broicher Straße (L 164) zur Schule ausgebaut werden müssen.

Das neue Betriebskonzept, dem der AVV-Beirat bereits zugestimmt hat, sieht für die Schülerbeförderung sogenannte Verstärkerfahrten auf den bereits vorhandenen ÖPNV- Linien vor, teilweise mit abweichendem Linienverlauf. Die Anzahl der Umstiege soll auf einen, in seltenen Fällen auf zwei Umstiege beschränkt werden. Der Schulbeginn muss dafür um 15 Minuten auf 7.40 Uhr vorgezogen werden. Die in Folge der Integration der Schülerverkehre entstehende Deckungslücke beim AVV von rund 38 700 Euro wird auf die Kommunen der Städteregion umgelegt.

School & Fun-Ticket

Zudem haben AVV und Aseag dem HGG einen Vertrag über die Einführung des School & Fun-Tickets unterbreitet. Bei der Fortschreibung der Basiskalkulation soll das HGG das Risiko bei der Schülerentwicklung tragen. Es wird von etwa 800 zusätzlichen Nutzern des Schüler-Tickets ausgegangen. So ein Monatsticket kostet in der Städteregion aktuell 24,95 Euro. Um den HGG-Spezialverkehr aufrecht zuerhalten, zahlen Eltern zurzeit deutlich mehr auf freiwilliger Basis. Grünes Licht für die geplante Umstellung hat auch die AVV-Verbandsversammlung gegeben. „Von unsrer Seite sind alle Voraussetzungen für die Umstellung geschaffen“, bestätigte AVV-Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert