Herzogenrath - Herzogenrather Rathaus nach Kabelbrand evakuiert

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Herzogenrather Rathaus nach Kabelbrand evakuiert

Von: bea
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Rathaus Herzogenrath
Großeinsatz im Herzogenrather Rathaus: Bei Schweißarbeiten an der rückwärtigen Fassade ist es zu einem Schwelbrand gekommen. Foto: Dagmar Meyer-Roeger
Feuer Rathaus
Gegen 11.25 Uhr wurde Rodas Wehr mit allen Löschzügen zum Rathaus gerufen. Foto: Feuerwehr Herzogenrath

Herzogenrath. Sehr zeitig Feierabend hatten die Mitarbeiter des Rathauses in Herzogenrath am Donnerstag. Allerdings unfreiwillig: Bei Trocknungsarbeiten einer Dachdeckerfirma an der hinteren Fassade des Rathauses war es am Vormittag zu einem Kabelbrand in einem Schacht gekommen, der dann wie ein Kamin wirkte.

Dämmmaterialien gerieten in Brand, eine starke Rauch- und Geruchsentwicklung innerhalb des Gebäudes war die Folge, die sich in allen drei Etagen des Rathauses ausbreitete.

Gegen 11.25 Uhr wurde Rodas Wehr mit allen Löschzügen zum Rathaus alarmiert. „Aufgrund der unklaren Lage war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt, ob Menschenleben in Gefahr waren. Bei Eintreffen der Wehr lief gerade die Evakuierung des Gebäudes ab“, sagt Wehrsprecher Thomas Hendriks.

Rund 290 Mitarbeiter der Verwaltung und Rathausbesucher sammelten sich auf dem Vorplatz, so dass relativ schnell festgestellt werden konnte, dass sich niemand mehr im Gebäude befand, wie Hendriks darlegt. Personenschäden gab es keine. Die Wehrleute drangen über die Drehleiter zu dem betreffenden Fassadenteil vor, das geöffnet wurde, um die Flammen zu löschen. In den betroffenen Räumen, unter ihnen das Bürgermeisterbüro, wurden Zwischendecken geöffnet, um etwaige Glutnester zu finden und ebenfalls abzulöschen. Zur Kontrolle wurden auch Wärmebildkameras eingesetzt.

Das komplette Gebäude wurde von Wehrleuten dann nochmals überprüft, ob auch wirklich jeder das Haus verlassen hatte, wie Hendriks berichtet. Mehrere Überdrucklüfter sorgten schließlich dafür, dass die Räume wieder rauchfrei wurden.

Die Feuerwehr Herzogenrath war mit allen Einheiten und 46 Leuten unter Leitung von Brandoberinspektor Markus Albert im Einsatz. Auch Kreisbrandmeister Bernd Hollands machte sich ein Bild der Lage.

Da zunächst nicht feststand, ob sich beim dem Schwelbrand neben Ruß eventuell auch Schadstoffe entwickelt hatten und deswegen noch entsprechende Messungen vorgenommen werden mussten, schickte Bürgermeister Christoph von den Driesch die versammelte Belegschaft der Verwaltung schließlich gegen 14 Uhr in den verfrühten Feierabend. „Die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter und Kunden gehen vor“, sagte der Verwaltungschef auf Anfrage. Deshalb wurde auch der am Abend tagende Umwelt- und Planungsausschuss vorsorglich in die Feuerwache verlegt.

Reinigung übers Wochenende

Eine Spezialfirma soll das komplette Gebäude nun über das Wochenende hinweg gründlich reinigen. Bis dies geschehen ist, werden die Bereiche im Rathaus so organisiert, dass möglichst viele Mitarbeiter am Freitag noch arbeiten können. Da auch das Bürgerbüro in Mitleidenschaft gezogen wurde, appelliert Christoph von den Driesch an die Bürger, am Freitag möglichst nur wegen besonders dringender Angelegenheiten ins Rathaus zu kommen und Aufschiebbares möglichst auf Montag zu vertagen: „Das Bürgerbüros ist wegen mangelnden Equipments nicht voll leistungsfähig.“

Über das Ausmaß der Schäden können noch keine Angaben gemacht werden.

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