Herzogenrather Funkamateure haben guten Draht nach oben

Von: fs
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Auf Kurzwelle mit Verbindungen rund um den Erdball belohnt: Der neue Vorsitzende Rüdiger Vermöhlen (2.v.r.) setzt wie seine Funkerkollegen auf Völkerverständigung. Foto: Wolfgang Sevenich

Herzogenrath. Dass die Herzogenrather Funkamateure nicht nur auf den Funkfrequenzen zu Hause sind, sondern darüber hinaus auch noch einen guten „Draht“ nach oben haben, wurde auch beim Funkwochenende deutlich: Auch wenn es nachts etwas frisch war, konnten sich Rodas Funker über tolles Wetter freuen.

In bewährter Weise baute die Crew auf dem Platz hinter der Kirche in Kohlscheid-Berensberg bereits am Vortag Sendestationen und Antennen auf. Und da gab es einiges zu sehen, nutzen die Funkamateure das Wochenende doch besonders, um abseits der heimischen Beschränkungen vor allem in Bezug auf Antennen einmal zu zeigen, was hier mit vergleichsweise geringem Aufwand technisch möglich ist.

Der Lohn für die Arbeit ließ nicht lange auf sich warten, denn die Funker wurden auf Kurzwelle mit unzähligen Verbindungen rund um den Erdball belohnt, wovon Barbados in der Karibik nur ein Beispiel ist. Da die besten Bedingungen für solche Langstreckenverbindungen nachts sind, konnte man den Funkamateuren bis weit in den frühen Morgen hinein an ihren Geräten über die Schultern schauen. Auch auf Ultrakurzwelle waren die Herzogenrather aktiv. Dabei konnten Rodas Funkamateure einen Kontakt bis in die Schweiz verbuchen.

Bedenkt man, wie schnell der professionell betriebene Lokalsender außerhalb der eigenen Region nicht mehr empfangen werden kann, dann wird klar, was die Herzogenrather hier auf die Beine gestellt haben.

Den Funknachwuchs interessierte vor allem die „Fuchsjagd“, bei der es darum geht, mittels Peilempfänger einen versteckten Sender aufzuspüren. Schließlich wurde der erfolgreiche Finder mit einem Griff in die Süßigkeitenkiste belohnt.

Seit knapp 60 Jahren pflegen die aktuell über 40 Funkamateure im Ortsverband G14 Herzogenrath nun ihr Hobby, und dabei kann „Golf 14“, wie der Name des Ortsverbands unter Funkamateuren ausgesprochen wird, auf eine überaus positive Bilanz verweisen.

Kein Wunder, dass sich der Verein trotz Internet und Smartphone über steigende Mitgliederzahlen freuen kann, denn schließlich wird hier mit Technik vom Feinsten gearbeitet. Funkamateure waren und sind bei vielen funktechnischen Entwicklungen Vorreiter, und so verwundert es auch nicht, dass neben der Morsetaste auch der Computer seit längerer Zeit zum Standard-Handwerkszeug der Funker gehört.

Damit ausreichend für funktechnischen Nachwuchs gesorgt ist, bietet der Ortsverband als einer der wenigen im Raum Köln-Aachen in Zusammenarbeit mit der VHS Nordkreis Aachen jährlich einen Kurs zur Erlangung der Amateurfunk-Lizenz an. Denn die Freiheiten, die ein Funkamateur hat, sind an das Bestehen einer Prüfung geknüpft, in der Fragen zur Technik, zur Betriebstechnik und zur Gesetzeskunde beantwortet werden müssen. Auch hier können die Herzogenrather auf eine beachtliche Erfolgsquote verweisen, schließlich hat bislang jeder Schüler für die Einsteigerklasse E bestanden. Der nächste Kurs beginnt am 11. September.

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