Herzogenrath - Herzogenrath prüft Möglichkeit für Natur-Mountainbike-Parcours

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Herzogenrath prüft Möglichkeit für Natur-Mountainbike-Parcours

Von: Beatrix Oprée
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Herzogenrath. Sie mussten geduldig fast bis zum Ende der dreistündigen Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses ausharren, doch das war es ihnen offensichtlich wert: Eine ganze Reihe junger Biker hatte am Dienstagabend den Weg in den Herzogenrather Ratssaal gefunden: Auf der Tagesordnung stand ein Bürgerantrag der örtlichen Jusos auf Errichtung eines Natur-Mountainbike-Parcours.

Zum Hintergrund: Anfang August hat die Stadt eine von jungen Bikern in einem abschüssigen Teil des Waldes bei Noppenberg angelegte illegale Strecke abgerissen. Zum einen, weil Radfahren des Naturschutzes wegen auf unbefestigten Wegen im Wald grundsätzlich verboten ist, zum anderen aber auch aus versicherungstechnischen Gründen: Bei Duldung der aus Totholz gebauten Rampen hätte die Kommune automatisch die Haftung übernommen. Nun soll so schnell wie möglich legaler Ersatz geschaffen werden. Darin waren sich die Politiker aller Parteien einig.

Sie folgten dem Beschlussvorschlag der Verwaltung auf Prüfung, inwieweit im nördlichen Bereich der Halde Adolf ein Natur-Parcours eingerichtet werden könne. Die Antragsteller sowie das zuständige Gemeindeforstamt der Stadt Aachen und weitere betroffene Stellen, etwa die Untere Landschaftsbehörde, sind dabei zu beteiligen. Ebenso der Jugendbeirat.

Das Ergebnis der Prüfung soll in der nächsten regulären Sitzung des Fachausschusses vorgelegt und beraten werden. Der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda, der nochmals die Gründe für den Abriss der illegalen Anlage erläuterte, hatte zusammen mit Revierförster Herbert Koch und dem Teamleiter Jugendarbeit/Jugendpflege, Oliver Krings, diverse mögliche Standorte im Stadtgebiet in Augenschein genommen, wie er in der Sitzung berichtete. Die Halde Adolf in Merkstein böte sich besonders an, da es dort noch einen sehr jungen Wald gebe, der Aufwand und die Folgekosten daher relativ gering seien, was mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept für die Stadt zu beachten sei.

Falls dem Standort zugestimmt werde, so erläuterte Migenda weiter, könne eine Begehung mit den Jugendlichen folgen - und letztlich eine die rechtlichen Rahmenbedingungen im Detail absteckende Nutzungsvereinbarung auf Basis jenes Vertrags unterzeichnet werden, den die Stadt Aachen beispielsweise für ihre Anlage am Dreiländereck mit den dortigen Bikern, einem eingetragenen Verein, aufgelegt habe.

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