alemannia logo frei Teaser Freisteller

„Heimkehr“ beim Herzogenrather Montagsgespräch

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
7832124.jpg
Intime Berichte: (v.l.) Michael Schenck, Sabine Hoffmann, Brigitte Zwilling und Pfarrer Dr. Guido Rodheudt. Foto: Krüsmann

Herzogenrath. Drei Menschen, die der „Ruf Gottes“ ereilt hat, machten das Montagsgespräch im Mai für die vielen Zuhörer im Pfarrheim von St. Gertrud zum besonderen Erlebnis. Sabine Hoffmann, Brigitte Zwilling und Michael Schenck berichteten über ihren ganz persönlichen Weg zum katholischen Glauben.

Unter dem Titel „Der Weg ist nicht das Ziel. Drei Geschichten einer Heimkehr“ unterhielten sich die drei Konvertiten mit Pfarrer Dr. Guido Rodheudt.

„So unterschiedlich sie sind, so sehr verbindet alle Drei das eine: Ein praktizierter und bibeltreuer Glaube. Lange haben sie ihn in freikirchlicher Auslegung gelebt. Dabei galt eines als Tabu: katholisch sein“, erklärte Rodheudt. Ihre „Heimkehr“ zur katholischen Kirche sei nicht das Ergebnis geschickter Propaganda, sondern die Folge einer Sehnsucht, die in ihnen aufgekeimt sei, nämlich „die Sehnsucht nach der Gegenwart Christi in den Sakramenten“.

Michael Schenck berichtete als erster: Er sprach über seine „Schaltstellen im Leben“, über Versuche, Privatleben und Beruf in Einklang zu bringen. 1990 hatte er geheiratet, war damals als Programmierer arbeitslos geworden. In der Freikirche fand er eine neue Perspektive, zudem als Buchhändler in dem der Gemeinde benachbarten Laden. Durch ein späteres Erlebnis habe er dann zwar nicht den Glauben, aber die Hoffnung verloren. „Jahre konnte ich keine Bibel in die Hand nehmen. Rettungsanker waren für mich in diesem Moment die Gebete von Taizé“, sagte Schenck, der im vergangenen Jahr an Maria Himmelfahrt in Herzogenrath konvertierte.

„Ich komme eigentlich aus einer anti-religiösen Familie. Aber im Alter von drei Jahren trat Gott in mein Leben. Ich verspürte seitdem eine Sehnsucht nach ihm. Mit 17 kam ich mit der Freikirche in Berührung, hatte abermals eine Begegnung mit Gott. Ich trat aus der evangelischen Kirche aus, die mir zu leger war“, erzählte Brigitte Zwilling.

Der erste Besuch eines katholischen Gottesdienstes habe in ihr so etwas ausgelöst wie „ein brennender Dornbusch“. Deutlich wurde ihre Zerrissenheit auf dem Weg zur „richtigen Entscheidung“, die „Sehnsucht nach dem katholischen Abendmahl“.

Auch für Sabine Hoffmann sei „auf einmal“ klar gewesen, dass nur die katholische Kirche sie tragen könne. Alle Zweifel seien da beseitigt gewesen. Das erste Mal „die Hostie im Mund zu haben“, sei ein Erlebnis vergleichbar mit der Taufe gewesen. „Ich war Gott so nah wie nie zuvor“, sagte sie. Und die Zuhörer zeigten sich zutiefst beeindruckt: Sogar als „geistige Exerzitien“ bezeichnete eine Besucherin den Abend „über das Glück, nach Hause gekommen zu sein“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert