Hauptstraße bekommt ein neues Gesicht

Von: Stefan Klassen
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Ein Bild, das wohl bald der Ve
Ein Bild, das wohl bald der Vergangenheit angehört: Die Häuserzeile an der B 57/Ecke Bahnstraße soll abgerissen werden. Ein Wohnpark ist dort geplant. Foto: Stefan Klassen (2), Archiv

Baesweiler. Trostlos sieht es aus an der Ecke Haupt- und Bahnstraße. Wo in vergangenen Zeiten so oft das Leben pulsierte, nagt jetzt deutlich sichtbar der Zahn der Zeit an den meisten Gebäuden der Häuserzeile an der B 57 in Setterich.

Türen und Tore sind verrammelt, die Rollläden heruntergelassen, Moos wächst in den Fugen. Doch das Erscheinungsbild an dieser zentralen Stelle soll sich bald ändern. Gravierend sogar.

Edgar Engert, Unternehmer mit Sitz im Gewerbegebiet und Ur-Settericher, hat nämlich Großes vor auf dem Areal von der Größe etwa eines Fußballfeldes. Ihm gehören bereits mehrere der Alt-Immobilien, und Verkaufsgespräche mit den restlichen Eigentümern über einen Verkauf sind nach seinen Angaben „auf einem guten Weg”. Engert setzt „auf die zentrale Lage” und will acht bis zehn Millionen Euro in die Hand nehmen.

Damit sollen erst die Abrissbagger bezahlt werden, die das an den Burgpark angrenzend Gelände dem Erdboden gleichmachen sollen. Lediglich ein Haus an der Bahnstraße soll stehenbleiben. Schritt zwei sieht vor, sechs neue Gebäude im Penthouse-Stil (siehe nebenstehende Zeichnung) zu bauen. „Modern, hochwertig, lichtdurchflutet und seniorengerecht” sollen diese konzipiert werden. „Ende Februar werde ich die Grundrisse auf dem Tisch liegen haben”, sagt Engert.

Wo derzeit noch das ehemalige Hotel Schönecker, die frühere Gaststätte Haus Tribbels oder der ehemalige Fahrzeugbaubetrieb stehen, sind 50 bis 70 Wohneinheiten geplant, die alle per Aufzug erreichbar sind. Für die Autos der Bewohner, die Engert altersmäßig irgendwo jenseits der 45+ verortet, sollen zwei Tiefgaragen zur Verfügung stehen. Zudem plant der Investor, in den beiden Gebäuden an der Hauptstraße Räume für Arztpraxen, Nahversorgung, einen Kiosk oder Imbiss einzurichten.

Engerts Konzept ist eng verbunden mit der direkt benachbarten Alten- und Pflegeeinrichtung der Caritas An der Burg. „Wir möchten kooperieren und den Bewohnern der künftigen ,Wohnanlage am Burgpark im Bedarfsfall Dienstleistungen der Pflegeeinrichtung anbieten können”, konkretisiert er. Gábor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West gGmbH, bezeichnet die Idee als „optimal. Wir haben beispielsweise unseren Pflegenotrufdienst, die Versorgung mit Essen oder Freizeitmöglichkeiten im Angebot.”

Die Stadt Baesweiler verfolgt die Pläne von Investor Engert mit Interesse und Wohlwollen. Die planerischen und behördlichen Voraussetzungen für das Projekt „Wohnanlage am Burgpark” sind in die Wege geleitet. Baesweilers Bürgermeister Dr. Willi Linkens betont: „Wir begrüßen eine solche städtebauliche und angesichts der demographischen Entwicklung bedarfsgerechte Aufwertung an dieser zen-tralen Stelle in Setterich.”

Engert will die seniorengerechte Wohnanlage mit ihren zwei- bis dreigeschossigen Häusern innerhalb der nächsten drei Jahre realisieren. Ein Bauunternehmen aus der Region hat er dafür bereits im Blick. So würden im Idealfall auch viele heimische Handwerksbetriebe von der Millioneninvestition profitieren können. Folgenutzung des Areals der Ex-Lessingschule

Auch in puncto Ex-Lessingschule wird sich demnächst in Setterich einiges tun. Bis zum Sommer sind im Gebäude noch Gymnasiasten untergebracht, deren Schule derzeit energetisch saniert wird.

Danach ist eine Folgenutzung des Areals sowohl für seniorengerechtes als auch allgemeines Wohnen denkbar. „Es gibt Interessenten für alles”, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens.

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