Baesweiler - Hallenbad als Energiefresser

Hallenbad als Energiefresser

Von: mas
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Baesweiler. Das Hallenbad Baesweiler ist trotz neuerlicher Sanierungen überarbeitungsbedürftig. Daher stellte die Stadt einen Förderantrag bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Ziel ist ein CO2-neutrales Schwimmbad. Das Konzept hierfür stellte Hermann Dulle vom Aachener Ingenieurbüro Vika dem Bau- und Planungsausschuss vor.

Der Technische Beigeordnete Peter Strauch sagte: „Wir haben in Kooperation mit der DBU die größten Energiefresser im Stadtgebiet untersuchen lassen”. Das Gymnasium und die Turnhalle „Am Weiher” in Setterich sowie die Grengracht-Schule sind bereits Teil energetischer Sanierungsmaßnahmen. Doch auch das Bad müsse dringend angepackt. Strauch warnte: „Auf Dauer sind solche Zustände nicht tragbar”. Auch sei irgendwann „die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet sein”.

Dulle stellte mehrere Sanierungsvarianten für das Bad vor. Investitions- und Betriebskosten wurden geprüft. Dabei habe man festgestellt, dass eine neue Lüftungstechnik notwendig sei. Dulle: „Der Heizwärmebedarf könnte erheblich gesenkt werden”. Er empfahl Politik und Verwaltung den Passivhaus-Standard. Von einem Neubau riet der Fachmann dagegen ab. „Das wäre wesentlich teurer.” Das 40 Jahre alte Gebäude habe bereits einen großen Vorteil. Es wird mit einer externen Biogasanlage versorgt. Also ist eine „Sanierung immer günstiger als ein Neubau”, empfindet der Aachener Ingenieur.

Für den Passivhaus-Standard fallen Sanierungskosten von knapp 700.000 Euro an, etwas preiswerter wäre die optimierte Variante für etwa 600.000 Euro. Dabei machte Dulle deutlich, dass eine Passivhaus-Variante die geringsten jährlichen Betriebskosten habe. Der Experte zeigte, dass in den letzten zehn Jahren der Ölpreis durchschnittlich um sieben Prozent gestiegen ist. „Derzeit ist er 27 Prozent höher als im vergangenen Jahr.” Das unterstreiche, dass allein wegen des hohen Energiebedarfs eine Sanierung unausweichlich sei.

Baldige Entscheidung

CDU-Sprecher Franz Körlings drängte auf eine baldige Entscheidung. Es sei jetzt zu prüfen wie lange so eine Sanierung dauere, wie lange das Bad geschlossen bleiben müsse. Die Stadt werde, kündigte Peter Strauch an, „sich grundsätzliche Gedanken machen, was möglich ist”. Nun müsse man schnell klären, was Sinn mache und welches Konzept man umsetzen könne.
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