Alsdorf - Gymnasium Alsdorf: Musikalische Reise durch 100 Schuljahre

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Gymnasium Alsdorf: Musikalische Reise durch 100 Schuljahre

Von: Holger Bubel
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100 Luftballons, einer für jedes Jahr Gymnasium Alsdorf, flogen von der Empore der Aula hinunter auf die Gäste. Dass sich die Grüne Sylvia Löhrmann (M.) einen roten schnappte, war vermutlich Zufall . Foto: Holger Bubel
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Sprach dem Dalton-Gymnasium Anerkennung für einen „mutigen Weg“ aus, den es gewählt habe: NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann.
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Direktor Wilfried Bock (2. von rechts) begrüßte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (2. von links), AZ/AN-Chefredakteur Professor Bernd Mathieu (links), Bürgermeister Alfred Sonders und Dr. Hans Gronen (Mitte). Foto: Markus Bienwald

Alsdorf. Festakte laufen durchaus Gefahr, etwas dröge, steif, getragen daher zu kommen. Nicht aber war das der Fall bei der 100-Jahr-Feier am Alsdorfer Gymnasium. Und wenn der offizielle Akt auch fast zweieinhalb Stunden dauerte, war das Programm aus Musik und Redebeiträgen ein Kaleidoskop bunter Unterhaltung.

Schüler, Lehrer und Ehemalige nahmen die geladenen Gäste – unter ihnen der älteste Absolvent Dr. Hans Gronen und der ehemalige Schulleiter Rudolf Bast – mit auf eine musikalische Zeitreise durch 100 Jahre Schulgeschichte, von den 1920er Jahren bis in die Gegenwart.

Und auch die Reden konnten sich – im Wortsinne – hören lassen: Humorvoll, aufmunternd, nachdenklich machend und herzlich wurden die Worte gewählt. Dass dieses Programm, moderiert von den Lehrern Martin Wüller und Anissa Schiffers, zog, dafür mag auch NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann Zeugnis ablegen: Sie blieb bis zum Schluss! In ihrer Rede betonte die Ministerin die Bedeutung des Gymnasiums in der Schullandschaft: „Ihre Einrichtung ist eine Referenzschule, die anstecken soll mit guten pädagogischen Ansätzen. Mit Dalton wird gezeigt, dass Lernen, gute Leistungen bringen und Freude daran haben sich nicht ausschließen müssen.“

Löhrmann lobte am modernen und zukunftsfähigen Konzept die immanente „Umsetzung von Freiheit, Verantwortung und Selbstständigkeit“. In die gleiche Kerbe schlug Festredner Professor Bernd Mathieu, Ehemaliger und Chefredakteur unserer Zeitung – gespickt mit einer Prise Humor: „‚Was ist wohl aus den anderen geworden?‘, fragt man sich 41 Jahre nach dem Abitur. Darunter sind Lehrer, Rechtsanwälte, Ärzte – oder wie ich nur ein Journalist“, konstatierte Mathieu augenzwinkernd zum Einstieg.

Schlüsselqualifikationen

Dann wurde es aber doch ernsthafter, nachdenklicher: „Schule ist Leben, Alltag, typisch für unsere Erfahrungen. Als Kinder kommen wir, und als junge Erwachsene verlassen wir die Schule. Welche Verantwortung für die Lehrer!“, schlug Mathieu auch eine zeitliche Brücke hin zum aktuellen Dalton-Konzept, denn: „Schule ist prägend, und diese Schule stimmt. Hier erfahren die Schüler eine gepflegte Bildung und den Respekt voreinander. Das Gymnasium bietet heute einen Mehrwert, der ausgezeichnet ist und entscheidende Schlüsselqualifikationen mitbringt.“

Dass dies auch weiterhin so sein soll, kündigte Bürgermeister Alfred Sonders mit Blick auf den Bau des Kultur- und Bildungszentrums (Kubiz) an. „Rat und Verwaltung wünschen der Schule, dass Dalton durch den Umzug auf das Anna-Gelände 2016 einen kräftigen Schub erhält“, bekräftigte Sonders, dass Alsdorf hinter seinem Gymnasium steht.

Wie herzlich es dort zugeht, machte Elternvertreter Dieter Schmitz deutlich: „Von Beginn an habe ich diese Schule als sehr warmherzig erlebt, das Kollegium hat menschlich sehr berührt.“

„Danke“ sagte zum Abschluss Schulleiter Wilfried Bock. Er erinnerte aber auch an den schweren Start der Bildungseinrichtung vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und an das dunkle Kapitel der Nazi-Diktatur, von der auch das Gymnasium nicht verschont blieb.

„Ansonsten stand aber immer der Mensch und seine Entwicklung im Vordergrund. Menschen sind Unikate. Daran ändert Schule auch nichts. Aber mit Dalton machen wir diese individuelle Entwicklung möglich“, schloss Bock und dankte Rednern und Musikern: Gudrun Kißler, Monika Weiß, Angelo Scholly, der Klarinetten-Combo unter Leitung von Anja Hennecken, dem Saxophonquartett, der Schul-Big-Band mit Anja Scholly und Sängerin Kira Schaus.

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