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Gymnasiasten wenden sich gegen rechtsextremes Denken

Von: gie.
Letzte Aktualisierung:
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Mit Freude nehmen die Gymnasiasten ihren Standpunkt ein, enthüllen das Schild, für das sie gesammelt haben, und bekennen unmissverständlich: „Rechts ohne uns!” Foto: Michael Giesen

Herzogenrath. Die Schüler und Schülerinnen des Herzogenrather Gymnasiums sind es nun leid: Nazi-Schmierereien wollen sie an ihrer Schule nicht haben. Und die hat es in der Vergangenheit schon mal gegeben.

Jüngst verunstalteten solche Schmierereien die Außenwand der Turnhalle.

Die Schülervertretung hat nun gehandelt, Buttons und Sticker verkauft und damit das finanziert, was die Schüler nun gemeinsam enthüllt haben: Ein Schild auf dem Weg zum Gymnasium, das unmissverständlich kundtut, dass für rechtsextremes Gedankengut an dieser Schule kein Platz ist. Damit auch nicht für Schmierereien, die zudem auch noch mühsam weggeputzt werden müssen.

Schulleiter Reinhard Granz unterbricht seine Tätigkeit - er ist gerade dabei Zeugnisse zu unterschreiben - zieht seinen Mantel über und eilt zu dem Ort unweit der Turnhalle, wo das Schild enthüllt werden soll.

In letzter Minute trifft Bürgermeister Christoph von den Driesch ein und mit ihm die neue Zweite Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann und Jugendamtsleiter Bernd Krott.

Respektable Anzahl

Eine respektable Anzahl von Schülern und Schülerinnen ist geblieben, um der kurzen Zeremonie beizuwohnen. Die Aktion „Rechts ohne uns” beziehungsweise - auf den einzelnen Schüler bezogen - „Rechts ohne mich”, habe in der Schule großen anklang bekommen, sagt Sascha Pütz von der Schülervertretung.

„Das zeigt wirklich, dass bei uns an der Schule kein Platz für Rassismus ist.” Nachher werden sie ihn loben und ihm auf die Schulter klopfen, weil er das so gut gemacht hat.

„Das ist schon ein ganz besonderes Ereignis”, meint dann Schulleiter Granz und wird deutlich: „Wir sagen ganz laut: Weg mit dem braunen Dreck!”

Und Bürgermeister Christoph von den Driesch lobt den Mut der Schüler - mit seinem jugendlichen Aussehen wirkt der Jurist fast wie einer von ihnen -, „dass ihr anders denkt als diese verirrten Geister”. Und dann hebt er hervor: „Herzogenrath soll niemals ein Hort von Rechten werden.” Alle die es hören, wissen natürlich, wie das vom Bürgermeister gemeint ist.
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