Alsdorf - Gute Hilfen für die Wege junger Familien

Gute Hilfen für die Wege junger Familien

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Jetzt sind es drei Töchter. Für ihre am 9. Januar geborene Angelina nahm Alexandra Linder aus Alsdorf-Ost das Begrüßungspaket gestern im Ratssaal entgegen. Die „großen” Töchter Lea (links, 3) und Laura (8) haben derweil Spaß an den Spielzeugen, die sich auch in der Info-Tasche befinden, hier überreicht von Gitta Hirschmann (l.) vom Diakonischen Werk. Foto: Wilfried Rhein

Alsdorf. Laura hat den Nutzen dieser neongrünen Tasche schon entdeckt. Deren Inhalt ist nicht nur für Mama und Papa gedacht. Da gehört auch ein Spielzeug für die Geschwister des Neugeborenen zu. Süß, diese kleine braune Polyester-Maus. Das kommt auch bei der Achtjährigen an!

Eine wichtige Bestätigung für das städtische Jugendamt und die Kollegen der Alsdorfer Diakonie.

Beide haben es entwickelt: das „Babybegrüßungspaket”. Eine Tragetasche voll mit gedruckten Informationen und solchen auf CD und DVD, Nützliches vom Schnuller bis zur Steckdosenabdeckung, Zuvorkommendes vom Spargutschein bis zur Schwimmbadfreikarte. „Willkommen in Alsdorf” prangt weiß auf grün. Das meint natürlich den kleinen Neubürger der Stadt. Doch auch die Eltern sollen sich angesprochen fühlen.

Denn für sie ist dieses Paket zusammengestellt worden. Der auffällige dicke Ringordner leitet über ein klares Registerverzeichnis zu Adressen und Verbindungen zu unzähligen Beratungsstellen, die für junge Eltern im Besonderen nützlich sein können. „Eine ganz breit gefächerte Information”, beschreibt Jugendamtsleiter Herbert Heinrichs.

Bei den fachlichen Inhalten ließen Michael Raida (Stadt) und Gitta Hirschmann (Diakonie) ihren Ideen freien Lauf. Letztere konnte als zweifache Mutter („So ein Begrüßungspaket hätte ich damals auch gerne gehabt.”) auf reiche Erfahrung bauen. „Junge Eltern müssen fragen: Wo ist Was?” Da kann der Tascheninhalt helfen. „Die Eltern sollen ihre eigenen Wege entwickeln. Wir wollen sie nicht belehren”, lautet die Vorgabe für Gitta Hirschmann.

„Potenzial für die Zukunft”

Alle Neugeborenen seit Beginn des Jahres sollen von dem Paket profitieren. 28 waren das bis Dienstag. Zur Mittagszeit waren deren Eltern eingeladen worden, die ersten Taschen vom Bürgermeister selbst zu erhalten. Knapp ein Dutzend Säuglinge und ein paar Geschwisterchen ließen Helmut Klein schwärmen: „Das ist ein Stück geballtes Potenzial unserer Zukunft.” Und deren unvermeidliche Geräuschentwicklung bewertete Erster Beigeordneter Klaus Spille als „Zukunftsmusik”.

Er wandte sich an die Eltern - auch die Väter waren in ordentlicher Zahl vertreten - mit der Versicherung, sie könnten das städtische Jugendamt stets vertrauensvoll als Partner der Familie ansprechen. Das Jugendamt sei viel mehr als ein „Wächter” über die Erziehung. Diesen Auftrag erfülle die Stadt ebenso partnerschaftlich mit den freien Trägern in der Stadt.

Die Übergabe der Begrüßungspakete am Dienstag wird Ausnahme bleiben. Gewollt ist die Überreichung an der Familienadresse nach schriftlicher Ankündigung. „Das wird kein Kontrollbesuch”, betont Herbert Heinrichs. „Wir wollen uns als familienfreundliche Stadt beweisen.” Sollte eine Familie mit Kindern, gerade mit kleinen, Probleme bekommen, sei das „kein Makel”, so der Amtsleiter. „Zeigen Sie keine Scheu vor dem Kontakt zum Jugendamt.”

Unterstützung in der Erziehungsverantwortung nennt Armin Carduck, Diakonisches Werk (s. Kasten), dieses Angebot. Das könne man auch vorsorglich tun, in dem man in einem solchen Begrüßungspaket nützliche, praktische Tipps mitgebe. Die kommen unter anderem von Bundeszentralen (für gesundheitliche Aufklärung), Landesdienststellen, der Stadt Alsdorf oder gemeinnützigen Organisationen.

Ergänzt von überlegten Geschenken, die Sponsoren beigefügt haben. Beispielsweise ein Gutschein für eine familienexklusive Führung durch den Alsdorfer Tierpark. „Das”, vermutet Gitta Hirschmann von den Eltern, „werden Sie aber erst einige Zeit später unternehmen.”
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