Grundpreise: Spitzenwerte werden in Würselen gezahlt

Von: Beatrix Oprée
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Nordkreis. Neue Wohngebiete auszuweisen, die Einwohnerzahl durch junge Familien dauerhaft wachsen zu lassen, das ist ein Wunsch, den alle kommunalen Entscheidungsträger teilen. In Herzogenrath tut sich besonders viel zurzeit, zuletzt hat noch das Baugebiet Dahlemer Straße auf der Industriebrache der früheren Vetrotex den Stadtrat passiert – Platz für rund 35 Einfamilienhäuser wird hier geschaffen.

Rund 40 Familien haben Am Maar Platz, und gar 700 neue Bürger auf dem Gebiet an der Dornkaulstraße.

Die Grundstückspreise innerhalb der Stadt variieren allerdings erheblich, genauso sieht es in den anderen drei Nordkreiskommunen aus. Hier spielt die Nähe zum Oberzentrum Aachen eine entscheidende Rolle. Etwa der kürzeren Fahrten wegen in Zeiten wachsenden Pkw-Verkehrs und steigender Spritpreise? „Es war eigentlich schon immer so, dass mit wachsender Entfernung die Grundstückspreise sinken“, sagt Paul Harzon, Geschäftsführer des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Städteregion Aachen. In den Randlagen Aachens merke man dies besonders. So habe der Herzogenrather Stadtteil Kohlscheid etwa eine ganz andere preisliche Entwicklung gemacht als Merkstein. Und in Würselen zahlt der Bauherr teils erheblich mehr als in Baesweiler.

300 bis 450 Euro

Spitze im Nordkreis ist laut Gutachterausschuss der Bereich Kaiserstraße südlich der Bahnhofstraße in Würselen, für den ein Bodenrichtwert von 450 Euro ermittelt wurde. Die komplette Würselener Innenstadt erfreut sich offenbar einer solchen Beliebtheit, dass bis zur Elchenrather Straße immerhin noch bis zu 320 Euro üblich sind, rund um das Rathaus Morlaixplatz der Wert 300 Euro beträgt. Begehrt sind auch Broichweiden (230 Euro), Bardenberg und Pley sowie Oststraße/Neubaugebiet Schützenwiese (210 Euro), aber auch Bereiche wie die Wohngebiete rund um die Pfarrer-Thomé-Straße (225 Euro) oder Bissener Straße/Lindenplatz (210 bis 260 Euro). Etwas mehr kostet es auch an der Tittelsstraße/Am Alten Kaninsberg (265 Euro), Am Wisselsbach (280 Euro) oder am neu ausgewiesenen Kapellenfeldchen (275 Euro). Preiswerter ist es in Euchen (175 Euro).

Die Spitzenpreise in der Rodastadt sind rund um den Markt in Kohlscheid gezahlt worden (240 Euro), gefolgt vom Ferdinand-Schmetz-Platz/Apolloniastraße/Kleikstraße (230 Euro) und dem Gebiet zwischen der Burg Rode/südliche Apolloniastraße bis zur Schütz-von-Rode-Straße (220 Euro). Teurer ist es auch noch in Klinkheide (215 Euro) und Hohen-eich (220 Euro) sowie Berensberg (215 Euro). 180 Euro sind im Neubaugebiet Raderfeld üblich, ebenso in Hundforter Benden/Wiesenstraße oder an der Bergerstraße/Alsdorfer Straße und im Gebiet Weidstraße/Further Straße/Waldstraße/Bardenberger Straße/Ruifer Straße. Preiswerter wird es in Herbach (110 Euro) und Hofstadt (120 Euro). In Merkstein bewegen sich die Baulandpreise zwischen 120 Euro (nördlich der Bahnlinie Herzogenrath-Alsdorf) und 135 Euro (Neubaugebiet Schleypenhof). „Jetzt warten wir noch auf die Entwicklung in Dornkaul“, sagt Paul Harzon.

In Alsdorf am meisten gezahlt wird in der City, und zwar im Bereich nördliche Bahnhofstraße/Rathausstraße bis Stadthalle sowie Luisenstraße bis Otto-Wels-Straße (240 Euro). In den gehobenen Wohngebieten Im Haag/Auf dem Kamp/Tröter Weg sowie Ofden/Bellisweg und Dorfstraße schlägt der Quadratmeter mit 165 respektive 180 Euro zu Buche. In den restlichen Randgebieten sowie den Stadtteilen von Begau bis Zopp bewegen sich die Preise zwischen 110 und 145 Euro.

Kauffälle allgemein rückläufig

180 bis 200 Euro kostet es in Baesweilers Kernstadt von Kirchstraße bis Reyplatz. 150 Euro etwa im sogenannten Malerviertel, 155 Euro im Oidtweiler Neubaugebiet Zur Steinzeit. Preiswerter ist es in Setterich – von 125 bis 85 Euro – und in Puffendorf (110 Euro). Zum Vergleich: Spitzenwerte im Aachener Südviertel betragen 540 Euro.

Gerade im Nordkreis, so sagt Harzon, ist die Zahl der Kauffälle „relativ stabil“ geblieben, während sie in Stadt Aachen um 3,6 und im übrigen ehemaligen Kreisgebiet um 7,7 zurückgegangen ist.

Der Gutachterausschuss ist für Nachfragen unter Telefon 0241/5198-2555 zu erreichen.

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