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Grünen-Umweltpreis an Helfer von Katzen und Bienen

Von: ehg
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Besondere Verdienste im Umwelt und Sozialbereich gewürdigt:. Der Würselener Ortsverbandsvorsitzender Bernd Parschmann (r.) überreichte den Umweltpreis 2013 an Manuela Pabich von der Katzenhilfe Aachen. Ein weiterer Preis ging an den Würselener Bienenzuchtverein, vertreten durch den Vorsitzenden Dr. Bruno Weyers. Dieser Preis wurde von der Fraktionsvorsitzenden Dr. Renate Knauf (li) überreicht. Foto: W. Sevenich

Würselen. Alle zwei Jahre verleiht der Ortsverband Würselen von Bündnis 90/Die Grünen seinen Umweltpreis für besondere Verdienste im Umwelt- und Sozialbereich. Wie in den vorausgegangen Jahren wurde auch dieses Mal der Preis wieder „geteilt“.

In einer kleinen Feierstunde im Bahnhof, wo anschließend der Film „More than Honey“ (Mehr als Honig) gezeigt wurde, wurde mit je 250 Euro die verdienstvolle Arbeit von Manuela Pabich und des Bienenzuchtvereins Würselen – für diesen nahm Vorsitzender Dr. Bruno Weyers Urkunde und Preis in Empfang – gewürdigt .

Warum Pabich den Preis „im hohen Maße“ verdient habe, führte der Sprecher des Ortsverbandes, Bernd Parschmann, aus. „Frau Pabich kümmert sich um die Katzen, die nicht versorgt sind und die Hilfe benötigen.“ Dafür stehe sie tagtäglich, hin und wieder auch nachts, zur Verfügung. Sie besorge Futter, um an entsprechenden Stellen freilebende Katzen zu versorgen. Ihnen ermögliche sie auch – falls nötig – medizinische Hilfe.

Es fänden aber nicht nur Katzen in Not ihr Augenmerk, sondern auch die Katzenpopulation in ihrer Gesamtheit. So arbeite sie noch ehrenamtlich als Vorsitzende der „Katzenhilfe Aachen e.V.“, für deren viele engagierte Mitglieder der Preis stellvertretend verliehen werde.

Parschmann fuhr fort: „Durch vorsorgende Kastration wird die Anzahl wilder Katzen in Grenzen gehalten.“ Er erinnerte daran, dass die Grüne-Fraktion viele Hindernisse und Widerstände habe überwinden müssen, als sie den Antrag zur Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen im Würselener Rat gestellt habe. Der Ortsverbandssprecher freute sich, „dass Katzen in Not auch in Zukunft bei Manuela Pabich eine offene Tür finden“.

„Unser zweiter Preisträger ist nicht eine einzelne Person, sondern eine Gruppe von Leuten, die sich regelmäßig in besonderem Maße für den Schutz der Natur und der Artenvielfalt engagieren“, wandte sich die Fraktionsvorsitzende, Dr. Renate Knauf, den Würselener Bienenzüchtern zu. Dr. Bruno Weyers sei es vor einigen Jahren gewesen, der ihr voller Enthusiasmus von einem Naturschutzprojekt berichtet habe, das er gemeinsam mit den Mitgliedern des Bienenzuchtvereins schon seit geraumer Zeit in Euchen realisiere. Die Rede war von Blühflächenprojekten. In den Zeiten der intensiven Landwirtschaft gebe es zwischen den Monokulturen nur selten noch etwas Buntes.

Früher, so Dr. Renate Knauf, habe es überall, an den Weges- und Feldrändern, in Gärten und Wiesen, geblüht. „Dies sorgte dafür, dass die blütensuchenden Insekten, Schmetterlinge, Bienen und Käfer genügend Nahrung fanden und der Naturkreislauf funktionierte. Die heute vorherrschenden Monokulturen bieten ihnen keine Nahrungsgrundlage mehr, sie verhungern und sterben aus.“ Da die Bienen für den überwiegenden Anteil der Befruchtung der Kulturpflanzen beitrügen, sei der Schutz ihrer Nahrungsgrundlage für den Menschen ebenso überlebenswichtig.

Für die Anlage von Blühfläche habe gesprochen und spreche auch noch ihr „wunderschöner Anblick“. Nicht zu übersehen sei die Kostenersparnis für die Stadt. „Es hat sich schnell gezeigt, dass die Anlegung von Blühflächen wesentlich preiswerter ist als die kontinuierliche Rasenpflege.“ Die Stadtkasse habe schon im ersten Jahr um einige tausend Euro entlastet werden können.

An die Bienenzüchter gewandt: „Möge es mehr Menschen wie Sie geben, die sich so engagiert in ihrer Freizeit für Sinnvolles einsetzen, so würde unsere Welt sicherlich ein bisschen vielfältiger, artenreicher und vor allem bunter aussehen. Möge die kleine Anerkennung von uns Sie dazu ermutigen, sich auch weiterhin in Sachen Artenschutz zu motivieren.“

Dass Manuela Pabich und die Würselener Bienenzüchter nicht müde werde wollen, sich weiterhin in ihren jeweiligen Bereichen ehrenamtlich einzubringen, das versicherten sie, als sie den Preis der Bündnisgrünen entgegen genommen hatten.

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