Grüne: „Keine Schnellschüsse bei der Schließung von Schulen”

Letzte Aktualisierung:

Alsdorf. Die geplante Schließung und Zusammenlegung von Schulen - Gerhart-Hauptmann-Hauptschule sowie die Grundschule Kellersberg sollen dichtgemacht werden - sorgt weiter für Diskussionsbedarf.

Nachdem im Verlauf der Woche Eltern bei Informationsveranstaltungen der Stadt Alsdorf ihren Unmut über die Pläne der Politik zum Ausdruck gebracht hatten, warnt nun Alsdorfs Grünen-Fraktion „vor Schnellschüssen bei Schließung und Zusammenlegung von Grund- und Hauptschulen”.

Wie schon in der Vergangenheit, etwa bei der Schließung der Grundschule Busch, werde schon wieder seitens Verwaltung und SPD/ABU-Ratsmehrheit versucht, „die Betroffenen mit schnellen Entscheidungen zu überfahren und vor vollendete Tatsachen zu stellen”, heißt es in einer Stellungnahme. „Dabei wäre es sinnvoller, im Dialog die beste Lösung zu finden.”

Stadtverordnete Beatrix Schongen betont: „Zwar deuten die derzeitigen Zahlen des Schulentwicklungsplanes auf einen Rückgang des Bedarfes an Grund- und Hauptschulplätzen in den Stadtteilen Ost, Kellersberg und Schaufenberg hin, jedoch zeigt er auch, dass noch genügend Zeit ist, um ruhige und sachgerechte Entscheidungen zu treffen.” Hierbei, so Schongen, sollte die Bevölkerung mitgenommen werden. „Dazu muss man auch bedenken, dass zurzeit die schulpolitische Entwicklung in NRW in der Schwebe ist, sich aber andeutet, dass die künftige rot-grüne Koalition ein anderes Schulkonzept mit längerem gemeinsamen Lernen anstrebt.”

In diesem Zusammenhang kritisiert Schongens Fraktionskollege Friedel Wirtz: „Wer also heute Schulen auf der Basis des bisherigen Schulentwicklungsplanes schließen will, ohne die schulpolitischen Entwicklungen und Veränderungen im Land abzuwarten, der handelt grob fahrlässig.”

„Erheblicher Beratungsbedarf”

Neben der Standortfrage für eine künftige gemeinsame Hauptschule ist nach Auffassung der Grünen das Hauptproblem für eine schnelle Zusammenlegung die unterschiedliche pädagogische Konzeption der beiden Schulen. „Wir können daher die Sorgen der betroffenen Schüler, dass es zu Brüchen in ihrer Schullaufbahn kommt, wenn zwei so unterschiedliche Konzepte einfach übergangslos zusammengeschmissen werden sollen, gut nachvollziehen”, so Fraktionsvorsitzender Horst-Dieter Heidenreich. Er kündigte „erheblichen Beratungsbedarf” seiner Fraktion an - „auch und nicht zuletzt mit den Betroffenen”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert